19. Frage: Mein Pennantsittich ist ein Rupfer! Was tun?
Antwort: Was bei gerupften Vögeln sein kann ist, dass es eine Unart darstellt die sie schon in die Wiege gelegt bekommen haben. Mit der Aussage mache ich mit Feinde aber mit Feinden kann ich leben. Es kann auch sein, dass es an der Haltung in trockener Wohnungsluft liegt und dadurch ein Juckreiz auf der Haut. (ich habe es gelesen; Sie sind in eine sehr große Außenvoliere mit Frostfreiem Schutzhaus eingezogen.) Es kann auch die Einsamkeit der Vögel liegen. Es kann aber auch andere Ursachen haben. Milben, Juckreiz beim Fachkundigen Tierarzt untersuchen lassen usw. Es kann aber auch einfach nur eine Unart sein. Es kann auch ein Psychisches Problem sein. Es auch Milben befall sein Übertragung durch Futter sein. Es kann auch eine Candida-Pilz-Infektion sein (das Sind Hefepilze)oder Herpesvieren Infektion. Untersuchungen beim Fachkundigen Tierarzt / in oder Tier-Heilpraktiker/in: Bio-energetische Naturheilverfahren für Tiere. (habe auch gute Erfahrung gemacht) Therapie: Keine Produkte mit Weizen, Zucker und Hefe Täglich Wirkstoff Nystatin als Suspension übers Futter, Wasser oder direkt in den Schnabel, 1 ml Suspension enthalten 100.000 I.E. Nystatin. Mögliche Medizin: Biofanal, Moronol, Mykundex, etc. Bei uns in der Apotheke ist Mykundex am günstigsten. Therapie 14 Tage lang einmal am Tag übers Wasser oder Keimfutter. In Eifutter ist Hefe, Weizen enthalten. In Obst und Gemüse ist Zucker (Fruchtzucker) enthalten Futtermischung auf Weizen überprüfen. Auch Vögel in der Wohnungshaltung sollten auf Würmer untersucht werden. Bei Gabe von Wurmmittel (bitte vorher Kotprobe untersuchen lassen) Mikroskopisch - parasitologische und bakteriologische Untersuchungen von Kotproben. Bitte Nach Wurmkur einen Darmaufbau z.B. mit Lactogel durchführen. Baden mit Bio-Badesalz kann schon Abhilfe schaffen. Es lässt die Federkiele und Haut weicher werden, was den Juckreiz mindert. Kaufen kann man es in jedem guten Zoofachgeschäft. Sollten die Vögel nicht baden, kann man sie mit lauwarmem Wasser und dem Badesalz in einer Blumenspritze duschen oder in einer Plastikwanne von Hand baden. Selbst bei zahmen Vögeln die es nicht gewohnt sind und angst haben, muss man es dann konsequenter Weise durchziehen. Obst ist nicht nur Apfel, er hat Säure also nicht so viel füttern. Obst und Gemüse Verschiedene Obst- und Gemüsesorten, vor allem jedoch Karotten und Äpfel, Vogelmiere, Mangold, Löwenzahn, Petersilie, Ebereschenbeeren, Hagebuttenbeeren, Hunds-Rose o. Hecken-Rose, Runzel-Rose, Schwarzer Holunder, Sanddorn, Apfelsinen, Bananen, Weintrauben, Birnen, Brennnesselblätter, Rote Beete, Paprika, Vogelknöterich, Gartenkresse, verschiedene Gräser. Bedenken sollte man, dass nur kleine Tagesportionen angeboten werden und Abwechslung auf dem Speiseplan gewährleistet ist, nach dem Motto „Mäßig aber Regelmäßig“. Knospende Zweige von Obstbäumen, Birken, Buchen, Weiden Kiefernzweige und andere Laubbäume sind besonders begehrt. Sollten den Vögeln regelmäßig zur Verfügung gestellt werden, denn die Rinde und ihr Holz enthalten sehr viele Mineralien. Die Vögel sind damit immer beschäftigt, die Äste bzw. Baumwurzeln zu zerlegen und pflegen somit ihre Schnäbel und Krallen und den Klettertrieb zu befriedigen. Die Sitzstangen sollten in verschiedenen Stärken aus Naturholz vorhanden sein. Des weiteren bekommen meine Plattschweifsittiche Grit, Vogelkalk, Mineralstoffe, Jodkalkstein, Taubensteine (Klaus Grit Stein), Sepiagrit und Kieselsteine 1-2 mm (Aquarium - Kies ), Mineralstoffe sind nicht = Vogelsand mit Sepiagrit wurde ich auch nachgefragt, Aminosäuren, Spurenelemente und Vitamine. Bei unter Versorgung können Mängel auftreten, Im Winter gibt es keine Knospende Zweige, trotz dem sollten frische Zweige immer gereicht werden Pennantsittiche kommen oft auf den Boden, sind sehr geschickte Läufer, scharren im Sand und baden gern. In Wohnungshaltung sollte eine Kunststoff Wanne mit Sand vorhanden sein. Zur Einrichtung des Geheges gehört unbedingt eine flache Wasserschale als Badegelegenheit. Nur als Tipp bei Plattschweifsittichen die nicht Baden wollen Baden (in der Badeschale), kann man mit der Blumenspritze und lauwarmen Wasser mit Bio-Badesalz die Vögel einsprühen. Das bringt einen gewissen Gefiederglanz und macht das Gefieder weicher und angenehmer für die Vögel. Meine Plattschweife baden auch im Winter in ihren Freivolieren.
Ist eine UV-Beleuchtung (Vogellampe) vorhanden?
Gerade für die Vitamin D-Verwertung brauchen Vögel UV-Licht, ansonsten kann es trotz ausreichender Vitaminversorgung evtl zu Mangelerscheinungen kommen, die sich dann mit dem Rupfen bemerkbar machen können.
19 B. Frage: Bericht rupfen bei Papageien http://ww.vogelforen.de/showthread.php?t=128198
Quelle: www.tierwelt.ch von Lars Lepperhof
Kann man nicht genug lesen, besonders die Halter von den Stubenvögel.
Mein Papagei rupft sich!
Alles hatte so gut angefangen. Der Papagei tat, was von ihm erwartet wurde, war lieb und lustig, und plötzlich fängt er an, sich die Federn zu rupfen. Was fehlt dem Vogel?
Leider gibt es kein allgemein gültiges Rezept gegen das Sich-selber-Rupfen bei Papageien. Die Probleme sind vielschichtig und noch lange nicht alle hinreichend erforscht. Trotzdem gibt es einige Grundbedingungen, die dem Rupfen vorbeugen und doch immer wieder missachtet werden.
Rupfen bei Volierenvögeln ...
Es wird immer wieder gesagt,
dass sich ein Papagei in Einzelhaltung rupft, weil er sich langweilt. Sicher
kann diese Haltungsform ein Grund sein. Das Argument greift aber trotzdem zu
kurz. Es kommt immer wieder vor, dass sich auch Papageien in Volierenhaltung
rupfen, allerdings weitaus weniger häufig als Heimvögel. Hier kann der Grund in
einer falschen Paarzusammenstellung liegen. Ein Vogel fühlt sich stetig
unterlegen und beginnt sich aus Frustration zu rupfen. Andererseits kann es auch
sein, dass ein Tier in den Bruttrieb gerät, das andere aber partout nicht brüten
will. Hält dieser Konflikt langfristig an, kann auch eine solche Konstellation
zu einem Rupfproblem führen.
Zuchtpaare rupfen sich oft aus Langeweile mangels Beschäftigungsmöglichkeiten,
auch wenn sie zu zweit sind. Wenn die Voliere immer gleich eingerichtet ist,
wenn nie frische Äste zum Nagen eingefügt werden, wenn sich lediglich zwei
Querstangen, Futternäpfe und ein Nistkasten in der Voliere befinden, dann ist
die Umgebung zu wenig stimulierend. Gerade Großpapageien beginnen sich hier zu
rupfen. Das Rupfen kann aber auch ein Ausdruck von Schwächen innerer Organe sein
oder gar auf schwer wiegende innere Schäden hinweisen. So beginnen sich manchmal
Vögel mit Nierenproblemen oder Krebsleiden zu rupfen.
Es kommt auch vor, dass Altvögel ihre Jungen im Nistkasten rupfen. Dies geschieht oft aus übertriebener Fürsorge. In der Natur würden sie nie so viel Zeit in der Höhle bei den Jungen zubringen. Wenn sie die nachwachsenden Federn immer wieder an den gleichen Stellen ausrupfen, entstehen Gefiederschäden. Hier empfiehlt sich eine Handaufzucht. Wenn die Altvögel jedoch nur gering rupfen, besteht kein Grund zur Sorge. Das Gefieder wird einige Monate nach dem Ausfliegen wieder schön sein.
... und bei Heimvögeln
Weitaus häufiger rupfen sich
Papageien, die im Wohnbereich gehalten werden. Einem einzeln gehaltenen
Graupapagei (Psittacus erithacus) kann kaum jemand auf die Dauer gerecht werden.
Er verlangt als Schwarmvogel nach steter Aufmerksamkeit und betrachtet den
Menschen als Ersatzpartner. Wenn der Papagei auch in einer Lebensphase
angeschafft wird, in der man oft zu Hause ist, so ist es doch fast
vorprogrammiert, dass irgendwann eine Zeit mit längeren Abwesenheiten oder gar
Auslandaufenthalten kommt. Ein einzelner Papagei hat sich in der Zwischenzeit
aber so sehr an seinen menschlichen Partner angeschlossen, dass er mit dem
plötzlichen Ausbleiben seiner Bezugsperson kaum zurechtkommt. Er verkümmert und
beginnt sich seine Federn auszurupfen.
Deshalb ist es richtig, sich gleich von Anfang an zwei Papageien anzuschaffen.
Allerdings ist es wichtig, dass die Vögel, beispielsweise zwei Amazonen oder
zwei Graupapageien, eine geräumige Zimmervoliere (Mindestmass 2 3 2,8 Meter und
Zimmerhöhe) bewohnen können. In einem handelsüblichen Käfig haben die Papageien,
trotz täglichem Freiflug, auf die Dauer zu wenig Platz. Spätestens mit dem
Erreichen der Geschlechtsreife wird ein Tier dominanter als das andere. Der
unterlegene Vogel beginnt sich oft zu rupfen, da er kaum Rückzugsmöglichkeiten
und Erfolgserlebnisse hat.
Für gewisse Papageien ist auch die stete Nähe des Menschen belastend. Manche Halter überfordern den Papagei mit ihrer Dominanz und lassen ihn zu wenig Vogel sein.
Gegenseitiges Rupfen
Manchmal kommt es auch vor, dass sich Partner gegenseitig rupfen. Den Teufelskreis zu durchbrechen ist ganz schwierig. Oft hilft nur ein Trennen der Tiere, denn wenn sie sich einmal daran gewöhnt haben, kann das Fehlverhalten schlecht abgewöhnt werden. Als Gründe gelten auch hier Langeweile, aber auch übertriebene Fürsorge mangels anderer Beschäftigung.
Trockene Luft
Die meisten Papageien stammen aus Regenwäldern oder Feuchtsavannen, beispielsweise Amazonen oder Graupapageien. Sie benötigen, um sich wohl zu fühlen, eine hohe relative Luftfeuchtigkeit von idealer weise 75 Prozent. In den Wintermonaten liegt die Luftfeuchtigkeit in Wohnungen oft nur bei 30 Prozent. Luftbefeuchter schaffen da Abhilfe.
Damit die Papageien ein glänzendes, gesundes Gefieder behalten, benötigen sie regelmässige Duschen. Entweder ist der Papagei so zahm, dass er sich in die Dusche tragen lässt, oder er wird mit einer Blumenspritze besprüht. Papageien müssen aber zum Duschen und Baden stimuliert werden. Oft geraten sie in Stimmung, wenn der Staubsauger läuft. Der Lärm erzeugt ähnliche Luftschwingungen wie ein heranziehendes, grollendes Gewitter. Die Papageien plustern sich dann auf und versuchen, im Trinkgefäss zu baden. Das ist ein guter Zeitpunkt, die Vögel mit einer Blumenspritze zu besprühen.
Das Futter richtig dosieren
Wenn Papageien ständig viel zu viel Futter vorgesetzt bekommen, kann das Futterstress auslösen. Dies kann ein Grund sein, dass sich ein Vogel zu rupfen beginnt. Zusätzlich kann eine dauerhaft zu fettreiche Ernährung, die hauptsächlich aus Sonnenblumenkernen besteht, beispielsweise eine Amazone belasten. Papageien brauchen vom Anfang ihrer Haltung an in einem separaten Napf täglich Früchte und Gemüse. Als Faustregel für viele Arten gilt ein Verhältnis von zwei Dritteln Früchte und Gemüse zu einem Drittel trockene Körner.
Luftqualität und Farben
Vögel sind Luftwesen. Die Luftqualität im Vogelraum oder in der Wohnung muss stets gut sein. In einem Zimmer, in dem Papageien gehalten werden, darf nicht geraucht werden. Muffige, staubige Luft schadet den Papageien. Das Vogelzimmer oder Vogelhaus sollte stets gut gelüftet sein, ohne dass Durchzug entsteht.
Vögel stumpfen ab, wenn sie in einem weissen Raum mit lediglich braunen Sitzstangen gehalten werden. Die Volierenwände sollten in den in der Natur dominierenden Farben Grün (Pflanzen), Blau (Himmel) und Gelb (Sonne) bemalt werden. Ideal sind Pflanzenmuster und Urwaldbilder. Gewisse Volierenbauer bieten Rückwände von Zimmervolieren mit Regenwaldbildern an. Weiss ist im Lebensraum der Papageien eine gänzlich unnatürliche Farbe.
Der Einfluss des Lichtes
Papageien haben in der Natur die Möglichkeit, sich in gleissendes Sonnenlicht zu setzen, um sich anschliessend in den Schatten des Laubwerks dichter Bäume zurückzuziehen. Es kann schädlich sein, Papageien ständig einem künstlichen Licht aus einer Fluoreszenzröhre auszusetzen, ohne ihnen die Möglichkeit zu geben, sich zurückzuziehen oder eine Aussenvoliere aufzusuchen. Es ist auch kaum empfehlenswert, einen Vogelraum ganztags mit Fluoreszenzröhren zu beleuchten. Der Elektrosmog kann besonders kleinere Arten dauerhaft belasten. Wenn das Tageslicht ausreichend in den Raum fällt, können sie aber eine gute Zusatzbeleuchtung sein. Andererseits ist darauf zu achten, dass den Papageien zeitweise noch ein anderes Licht, das auch einen UV-Anteil abgibt, etwa eine Gewächshaus- oder Pflanzenleuchte, zur Verfügung steht.
Gewisse Vogelpfleger haben gute Erfahrungen mit dem kurzen Zuschalten von so genannten Höhensonnen gemacht. Ich habe jeweils stundenweise Gewächshausleuchten als Abwechslung zugeschaltet, damit die Beleuchtung nicht zu eintönig wird. Grundsätzlich ist aber eine Vogelhaltung in natürlichem Licht mit Innen- und Aussenvolieren oder in der Nähe eines Fensters anzustreben.
Den Lebensraum bereichern
Nebst der Haltung zu zweit in einer geräumigen Voliere ist natürlich deren Ausstattung sehr wichtig. Papageien wollen immer herausgefordert und beschäftigt sein. Regelmässige Gaben von frischen, belaubten Zweigen aus dem Wald regen die Sinne der Vögel an und bieten Beschäftigungsmöglichkeiten. Die Rinde wird benagt und die Blättchen werden nach und nach abgenagt. Buche, Hasel, Ahorn, Eiche, Esche, Ulme und Weide sind Arten, die bedenkenlos gereicht werden können. Im Winter gebe ich immer gerne Föhrenäste in die Volieren, sie bringen in der kahlen Jahreszeit etwas Grün in den Lebensraum der Tiere und bieten Sichtschutz. Nebst den frischen Zweigen, die idealerweise täglich gegeben werden, können auch Tannenzapfen auf Schnüre aufgezurrt werden. Es ist ein Erfolgserlebnis für die Papageien, wenn sie die sich im warmen Zimmer öffnenden Zapfen benagen können. Auch Holzklötzchen und Holzscheiben können auf Seile aufgespannt werden. Die Papageien spielen damit und krallen sich gar daran fest.
Im Loro Parque aufTeneriffa, Spanien, werden sehr erfolgreich auch Sisalseile in den Volieren angebracht. Sie schwingen, wenn die Papageien darauffliegen und werden von den Krummschnäbeln benagt und zerzaust. Zudem werden Äste senkrecht am Volierendach aufgehängt. Seitwärts sind Sitzgelegenheiten angebracht. Lange habe ich beobachtet, wie die Papageien sich auf diese schaukelnden Äste setzen, ausbalancieren und es geniessen, darauf in der Luft zu schwingen.
Papageien in freier Natur setzen sich gerne auf ganz dünne Ästchen. So konnte ich in Peru grosse Aras beobachten, die sich im äusseren Bereich auf Bäumen an dünne Ästchen krallten. So sind die Vögel sicherer vor Feinden, die zwar dem dicken Stamm entlang und auf breiten Ästen klettern können, sich jedoch kaum unbeschadet an den dünnen Ästchen entlanghangeln können. Es können auch Steine in einer Voliere angebracht, Wurzelstöcke aufgehängt oder in einer Voliere am Boden aufgestellt werden. Das morsche Holz wird gerne benagt.
Der bekannte Vogelpfleger und Züchter Hans Walser aus Oberburg BE gibt seinen Tieren regelmässig Nachtkerzen und bietet mehrmals täglich verschiedene kulinarische Leckerbissen. Gerade bei der Bereicherung des Lebensraumes ist der Tierhalter gefordert. Wird etwas Neues ausprobiert, ist Geduld gefragt. Papageien brauchen oft sehr lange, bis sie einen neuen Gegenstand akzeptieren.
Welche Arten rupfen?
Nicht alle Arten neigen gleich stark zum Rupfen. Sehr empfindlich sind afrikanische Papageien. Graupapageien werden häufig auch im Wohnbereich gehalten. Unter all den zahmen Graupapageien findet sich ein Heer von gerupften Tieren. Ihren Ansprüchen langfristig gerecht zu werden, ist ungemein schwierig und anspruchsvoll. Amazonen scheinen diesbezüglich weniger empfindlich zu sein. Besonders schwierige Pfleglinge sind Goldsittiche (Guaruba guarouba), sie neigen sogar bei guter, beschäftigungsreicher Haltung zum Rupfen. Auch Kakadus sind ausgesprochen heikel. Aras können sich auch bei Paarweise Haltung rupfen.
Schnell reagieren
Grundsätzlich ist es wichtig, dass ein Vogelpfleger, tritt das Rupfen auf, sofort die Haltung verändert. Einem Papagei, der sich seit vielen Jahren rupft, kann man sein Fehlverhalten kaum mehr abgewöhnen, es ist längst zur Gewohnheit geworden, auch wenn der Vogel mittlerweile richtig gehalten wird. Halskragen, die den Papageien von manchen Tierärzten verpasst werden, packen das Problem nicht bei der Wurzel. Entfernt man sie wieder, beginnt sich der Vogel nicht selten erneut zu rupfen. Ebenso abzulehnen ist das Besprühen des Vogelgefieders mit bitteren Substanzen. Das Problem sitzt tiefer, es liegt im Partner, in der Haltungsform, ist ernährungsbedingt oder weist auf falsche Behandlung durch den Menschen hin. Gewisse Exemplare rupfen sich lediglich, wenn sie in den Bruttrieb geraten und lassen dann das Gefieder wieder in Ruhe. Leider gibt es kein Patentrezept gegen das Rupfen. Werden die erwähnten Punkte gleich zu Beginn der Papageienhaltung beachtet, kann dem Rupfen sicher vorgebeugt werden. Es ist ein Verhalten, das in der Natur kaum auftritt, denn hier sind die Papageien stark gefordert, sie sind mit der Nahrungs- und Partnersuche, dem Feinddruck, der Brutpflege und der Jungenaufzucht beschäftigt
Einem so komplexen Problem wie dem Rupfen kann oft durch Homöopathie begegnet werden. Die herkömmliche Veterinärmedizin stösst hier an Grenzen. Es ist auch wichtig, dass sich rupfende Papageien nicht geächtet oder gar gehasst werden. Sie haben ein Anrecht auf unsere Liebe und Pflege, wenn sie auch äusserlich nicht mehr dem Idealbild entsprechen, aber das tun wir ja oft auch nicht.
Lars Lepperhoff
Zahme Papageien sind oft verunsichert
Wenn zahme Papageien zu zweit in einer grossen Zimmervoliere gehalten werden, ist das sicher gut. Nicht immer wünschen sie aber vom menschlichen Partner gestreichelt und in der Hand gehalten zu werden. Es kann auch eine Zeit kommen, wo sich die Vögel lieber einander widmen anstatt dem menschlichen Partner. Das muss respektiert werden. Greift der Mensch immer wieder ein und erzwingt sich ihre Liebe, kann das bei den Papageien zu zwiespältigen Gefühlen führen. Der Vogel weiss nicht mehr, wo er hingehört und wem er sich widmen soll. Auch eine solche Situation im Wohnbereich kann dazu führen, dass sich ein Papagei rupft.
Lars Lepperhoff Tierwelt, Nr. 27, 2006