21. Frage: Meine Stanleyhenne hat vor zwei Tagen das erste Ei gelegt. Gestern schaute ich nach diesem Ei und es war spurlos verschwunden. Mein erster Verdacht war, dass in meiner Voliere eine Maus ist. Aber ich konnte kein Loch finden wo sie rein und raus kann. Eine Maus habe ich auch nicht gefunden.

Kann das sein das meine Henne dass Ei kaputt gemacht hat und auch gefressen hat??? Oder gibt es da noch andere Möglichkeiten warum das Ei weg ist??? Vielleicht hat einer von euch einen Tipp und Rat für mich.

Gruß Sonja

 

Antwort 1: Hallo Sonja,

entweder hat dein Weibchen oder das Männchen das Ei zerstört. Lege doch ein Gips Ei in das Nest und bei der nächsten Eiablage früh in den Kasten schauen und wenn das Ei gelegt ist, sofort entfernen und durch ein Gips Ei ersetzen. Vielleicht bekommst du es so in den griff. Die geretteten Eier einem anderen Paar unterlegen oder in den Brutapparat geben.

Ich hoffe es klappt und du hast Glück.

Gruß

Wilfried

 

Antwort 2: Hallo Sonja,

wir hatten im letzten Jahr das gleiche Problem. Es gibt im Zoohandel Kunststoffeier die man gegen die echten austauschen kann. Dann haben wir die Eier gesammelt und einmal am Tag gewendet. Normalerweise lassen die Vögel es dann auch bleiben wenn sie merken das die Eier nicht zu zerstören sind, so dass man wenn es vier oder fünf Eier sind das Gelege auch wieder unterlegen kann. Meist haben wir max. zwei Kunststoffeier ausgetauscht und das dritte eigene drunter gelassen. Wenn sie es heile lassen, die anderen auch wieder austauschen.

 

Das ganze ist unproblematisch für die Eier, da die Vögel sich sonst auch erst nach dem vierten Ei setzen. z.B. http://www.quiko.de/pdf/quiko-katalog-zuechter-2008.pdf Seite 39

 

Gruß

Sabine

 

Hallo

Danke für eure Antwort. Aber ich habe leider keine Gips Eier um sie ihr unterzulegen. Leider habe ich auch keinen Brutautomat in dem ich das Ei rein legen könnte und mein zweites Stanley Paar ist noch nicht so weit. Die fangen gerade erst mit dem Füttern an.

Aber das muss doch eine Ursache oder Grund habe warum sie das machen??

Und letztes Jahr haben sie es auch nicht gemacht.

Gibt es noch andere Möglichkeiten was ich machen kann??

Gruß Sonja

 

 

Antwort 3: Mit einer gegen frage gleiche Antwort bei Pennantsittichen; wie alt sind die Vögel? Haben die Pennanten schon Nachzucht gehabt? Gibt es noch weitere Arten in der Voliere? Oder werden sie von Nachbaren an Draht attackiert? Was für Nistgelegenheit haben die Vögel? Naturstamm; Naturnistkasten hoch oder flach mit Kletterhilfe oder ohne; oder so handelsübliche Spanplattenkasten? Sind Mause in der Voliere oder im Nistkasten?

 

Antwort 4: Entweder hat dein Weibchen oder das Männchen das Ei zerstört, wir hatten im letzten Jahr das gleiche Problem. Es gibt im Zoohandel Kunststoff Eier die man gegen die echten austauschen kann. Dann haben wir die Eier gesammelt und zweimal am Tag (morgens und abends) gewendet. Normalerweise lassen die Vögel es dann auch bleiben wenn sie merken das die Eier nicht zu zerstören sind, so dass man wenn es vier oder fünf Eier sind das Gelege auch wieder unterlegen kann. Meist haben wir max. zwei bis Drei Kunststoff Eier ausgetauscht und das dritte eigene drunter gelassen, das Tägliche wenden nicht vergessen. Wenn sie es heile lassen, die anderen auch wieder austauschen. Das ganze ist unproblematisch für die Eier, da die Vögel sich sonst auch erst nach dem vierten Ei setzen.

 

Antwort 5: Es kann auch rein zufällig kaputt gegangen sein durch Unachtsamkeit und die weiteren Eier lassen sie heile und Henne legt weiter.

Manche Vögel entpuppen sich als Eierfresser. Solche Sittiche werden nicht geboren sondern entstehen durch verschiedene Situationen, Henne hat das Ei nicht in den Nistkasten gelegt, sondern von der Sitzstange fallen lassen, Ei kaputt und sie kommen auf den Geschmack. Das Weibchen legt Eier im Nistkasten, der Hahn geht in den Niststamm, es kommt zu Rangeleien und Eier gehen kaputt und davon kommen die Vögel auf den Geschmack. Man kann nicht viel dagegen unternehmen, wenn die Henne in der Zeit legt, wenn man arbeiten ist. Wenn einer es schafft die Eier schnell aus dem Nest zu holen und durch künstliche Eier zu ersetzten kann man es schaffen die Eier zu retten. Diese Unart habe ich bei einem Paar auch gehabt, es war der Hahn. Als ich kontrolliert habe waren es drei Eier, 2 Tage später waren sie weg, die Einstreu war feucht und es lagen nur noch ein paar Krümel von den Eierschalen darin. Dem Paar war nicht anzusehen wer sie gefressen hatte. Ich habe dann die Kunststoffeier in den Nistkasten hineingelegt. Nachdem ich meine Paare alle versorgt hatte beobachtete ich das Paar und hörte wie Eier gegen Nistkastenwände geschlagen wurden obwohl eine Nistmulde darin war. So ging es mehrere Tage. Glücklicherweise legte das Weibchen am Nachmittag, so dass ich vier Eier abfangen konnte und durch Kunststoffeier ersetzen. Die Eier, die vorübergehend aus dem Gelege entfernt hatte, haben wir zweimal am Tag gewendet. Dies verhindert die Verklebung der Embryos mit der Eihaut und somit den vorzeitigen Tod. Die Eier sollten nicht bei einer hohen Temperatur aufbewahrt werden, da sich sonst der Keim Entwickelt. Aus Untersuchungen weiß man, dass ein Weibchen die Eier tagsüber jede halbe Stunde und Nachts noch alle ein bis zwei Stunden wendet und das 24 Stunden am Tag. Nachdem die Henne sich auf die Kunststoffeier gesetzt hat und 2 Tage brütet und der Hahn sich wieder beruhigt hat tauschten wir die Eier und es wurden 4 schöne Junge groß.

 

Antwort 6: Ein Vereinskollege hatte das Problem bei seinem Paar Bauers Ringsittiche. Das Weibchen legte Eier und anschließend waren sie weg. Er hat sich Eier vom Taubenzüchter besorgt und diese ausgepustet. Dann Senf hinein gegeben und die Löcher verklebt mit Teig und diese wieder eingelegt. Einen Tag später war das Ei aufgefressen aber keinem war anzumerken wer es gewesen ist. In das zweite ein machte er Pfeffer mit Öl. Wieder halbes Ei aufgefressen und wieder nichts zu erkennen. Am dritten Tag nahm er Tabasco-Sauce und am späten Morgen war das gelegte Ei verspeist. Der Hahn saß auf der Stange und pumpte wie ein Maikäfer. Als ich ihn gegen Abend besuchte hatte der Hahn „Brand wie eine Bergziege“ er flog ständig zur Wasserschale. So hart es klingen mag, er war für sein Leben kuriert. Der Hahn hat nie wieder Eier gefressen und das Weibchen hat nach gelegt sie haben ordnungsgemäß die Jungen aufgezogen. Ob das die Patentlösungen sind weiß ich nicht aber in den Fällen hat es geholfen.