22. Blaßkopfrosella und Rosellasittich verpaaren?

 

Wir haben unter anderem ein Pärchen Rosellasittiche und einen Blaßkopfrosella. Zuerst saßen sie in einer Voliere, das Weibchen war beiden sehr zugetan. Unser Blaßkopfsittich wurde dann aggressiv und jagte das andere Männchen, wir setzten Blasskopfsittich in eine andre Voliere (er hat alles und jeden gejagt). Unser Rosellasittich Weibchen hat dann 6 Eier gelegt und sich nicht drum gekümmert.

 

Letzte Woche hatten wir den Blaßkopf und die Roselladame in einen separat in eine Voliere gesetzt, die Dame möchte jetzt aber nichts mehr von ihm wissen - schade, kein Nachwuchs.

Meine Fragen: Ist das normal, dass die Rosellamännchen so aggressiv reagieren?

Wie oft brüten sie im Jahr und wann?

Er sitzt jetzt wieder alleine in seinem Käfig und tut uns schrecklich leid.

Wird es besser, wenn wir eine Blaßkopfdame dazusetzen?

Falls wir eine Dame dazusetzen, könnte das Pärchen dann mit den Rosellas in einen Voliere?

Wer von euch hat Erfahrung mit der Haltung beider Arten und deren Eigenschaften?

 

Ups, sehr viele Fragen, ich freue mich auf eure Antworten. Trennen möchten wir uns nämlich von keinem.... Vielleicht kann mir einer von Ihnen weiterhelfen.

 

Antwort: Bei einem Rosellasittich Pärchen in der Voliere sollten keine anderen Vögel vorhanden sein und schon gar nicht Artverwandte. Es empfiehlt daher sie paarweise in einer Voliere zu halten, da diese auf andere Artgenossen aggressiv reagieren. Der Blasskopfsittich oder Blasskopfrosella ist sein Konkurrent um Henne und Voliere deswegen gab es den Kampf sein Revier dass gleiche gilb für den Blasskopf.

Allgemein gilt, dass die Plattschweifsittiche eine vergleichsweise zu den aggressiven Sitticharten gehören und diese Aggressionen richten sich auch nicht selten gegen das Weibchen. Oder gegen dem Nahbaren so sollte man unbedingt auf eine doppelwandige Verdrahtung der Voliere achten, da es sonst leicht durch Beißereien zu schweren Zehenverletzungen kommen kann. Sie sollten nicht vergessen, dass das aggressive Verhalten dieser Vögel angeboren ist und in der Natur zurückzuführen ist auf den Kampf um beschränkte Nahrungsquellen, passende Partner, Nistplätze und die Verteidigung des Territoriums: alles Voraussetzungen, um als Art zu überleben. Konkurrenzkämpfe um die Weibchen sind aber die wichtigste Ursache des aggressiven Verhaltens.

Andere schreiben man sollte Plattschweifsittiche nur paarweise halten, zumindest in der Brutzeit auch ausser Sichtkontakt zu anderen Plattschweifsittichen. Der Meinung bin ich nicht man muss nur auf Haltungsbedingen achten.

Für das Rosella Weibchen war in der Zeit der Kampf auch sehr stressig sie legte die Eier ohne dass Rosella Männchen sie getreten hatte oder sie harmonieren nicht, Hahn nicht (durch getreten), es gibt mehr Möglichkeiten warum die Eier nicht befruchtet waren.

 

Das umsetzen wehrend der Brutzeit zum neuen Partner ist sehr selten von Erfolg gekrönt, die Vögel lassen sich nicht so schnell umpaaren. Wenn die Brut nicht klappt, sollte man keine Mischlinge versuchen zu produzieren!!!

Sie sollten am besten, dem Blasskopf.- Männchen ein Blasskopfrosella Weibchen zuzugesellen, allerdings ist die Verpaarung bei Plattschweifsittichen oft nicht einfach, ein passendes Weibchen zu finden, kann schwierig werden, muss aber nicht sein, Sie müssen den Vögel Zeit geben und einiges beachtet.

Blasskopfrosellas sind bei der Partnerwahl sehr kritisch, und so ist es gar nicht einfach, Partner zu verbinden. Deshalb nach Möglichkeit Paare bereits als Jungvögel zusammensetzen. Gelingt es schließlich, ein harmonierendes Paar zusammenzustellen, so sind die Brutabläufe, vorausgesetzt das Wetter schlägt keine Kapriolen, mit Sicherheit von Erfolg gekrönt. Bei älteren Vögeln nie die Henne in die Voliere zum Hahn, denn er wird sein Revier (seine Voliere) verteidigen, setzen, sondern die Henne ein paar Tage in eine andere Voliere zum eingewöhnen und dann den Hahn zur Henne setzten und beobachten. Ebenso wird der Tod eines Partners betrauert werden, so dass eine sofortige Neuverpaarung auch zu Schwierigkeiten führen kann. Dies soll nicht als Bevormundung angesehen werden, es sind Erfahrungswerte die verschiedene Züchter und ich im laufe der Jahre gemacht haben.

 

Im März bis Mai, wenn uns die ersten warmen Tage beschert werden, beginnt der Blaßkopfrosella und Rosellasittich mit der Balz.

Der Hahn sitzt auf einer Sitzstange neben der Henne mit nach vorne gestoßenen und leicht geöffneten Flügeln, die Brustfedern gesträubt, den Kopf aufgerichtet und nach hinten oder zur Seite geneigt, wippt er mit dem gefächerten Schwanz. Dabei ertönt ein unablässiges Geschnatter. Er balzt auch auf dem Erdboden und vor dem Nistkasten. Damit lockt er sein Weibchen herbei. In der Auswahl der Nistkästen sind die Tiere nicht sehr wählerisch. Bereits vor der Eiablage bettelt die Henne beim Hahn um Nahrung und wird auch regelmäßig gefüttert. Kurze Zeit später liegt meistens das erste Ei im Nistkasten. In der Balzzeit ist der Blaßkopfrosella ein sehr lebhafter Vogel und man sollte in dieser Zeit seine Paare sehr gut beobachten, da manche Hähne gegenüber ihren Hennen aggressiv werden können.

Die Brutdauer bei Blasskopf,- Rosellasittichen beträgt etwa 19 Tage, die Tage rechnet man erst, wenn die Henne fest brütet. Das heißt, wenn das Gelege ca. 5 Eier hat oder vollständig ist und sie nicht mehr aus dem Kasten kommt, bis aufs abkoten und fressen. Gelegt wird im 2 Tagesrhythmus.

Wenn die Jungen erst 10 Tage und älter sind, geht der Hahn auch in den Nistkasten und füttert direkt. In diesem Alter öffnen die Jungen ihre Augen, und man erkennt die ersten Federkiele. Der Hahn füttert immer eifriger und wenn die Jungen mit etwa 35 Tagen das Nest verlassen, hat er diese Pflicht fast ausschließlich übernommen. Denn kurze Zeit später können bereits wieder Eier im Nest liegen, denn gelegentlich macht die Henne eine zweite Brut muss aber nicht. Die jungen Blaßkopfrosellas werden von ihrem Vater weitergefüttert, bis sie mit etwa 14 Tagen nach dem Ausfliegen selbständig sind. In den ersten Tagen sind sie beim Fliegen noch recht unbeholfen, man sollte in der Zeit das Volierenende sprich Draht mit Zweigen dekorieren, um Verletzungen zu vermeiden. Da oft schon die Jungen im Nest mit Würmern infiziert wurden, empfiehlt es sich, in dieser Zeit eine Wurmkur durchzuführen, denn sie entwickeln sich dann besser. Gute 4 Wochen nach Verlassen des Nistkastens trenne ich die Jungen von den Eltern, außer wenn keine Brut mehr folgt und der Hahn die Jungen länger duldet. Nach Beendigung der Brutzeit nehme ich den Nistkasten/Naturstamm heraus.

 

Von der Zusammenhaltung der beiden Arten bzw. der beiden Paaren würde ich abraten, spätestens, wenn sie in Brutstimmung geraten, wird des Streit geben (s.o.), Verletzungen oder Tötungen.

Das Pärchen Rosellasittiche wieder zusammen setzen, ohne das der Blasskopf als Störfaktor dazwischen ist, wie schon geschrieben geben Sie ihnen Zeit.

 

Ich hoffe, Ihnen etwas geholfen zu haben.