Name:                                   Adelaidesittich

 

 

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0,1 Copyright Michael Paplon                                                    0,1 Copyright Michael Paplon

 

 

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Nach Herrn Josef Wingens, AZN 11/90, sind Abweichungen in der Färbung sehr häufig, daher gilt auch beim Adelaidesittich der gleiche Grundsatz wie beim Pennantsittich, daß die Farbtönung der Rückenpartie der Brustpartie entsprechen muß. Ist die Brustpartie dunkelrot und die Rückenpartie orange, so handelt es sich meist um eine Kreuzung zwischen Pennant- und Strohsittich. Kreuzungen dieser Art und auch mit anderen Arten sind leider sehr oft vorgekommen. Ich bitte daher alle Liebhaber, die Adelaidesittiche in ihrem Bestand haben, versuchen Sie blutsfremde Vögel zu bekommen, damit auch der Adelaidesittich in seiner Art rein erhalten bleibt.

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 Zuchtpaar mit Jungvögel                                                                                JV

 

 

                    JV

 

 

Wissenschaftlicher Name:                 Platycercus adelaide adelaide (Gould, 1820)

 

 

Englischer Name:                                Adelaide Rosella

Französischer Name:                          Perruche d´ Adélaide

Holländischer Name:                          Adelaiderosella

Italienischer Name:                            n.b.

Spanischer Name:                              n.b.

 

Ordnung:                                            Psittaciformes - Papageien

Familie:                                              Platycercidae - Plattschweifsittiche

Unterfamilie:                                       Platycercinae – eigentliche Plattschweifsittiche

Gattung:                                              Platycercus

 

Unterarten:                                           Blasser Adelaide (Platycercus a. Subadelaide) (Mathews, 1912)

 

Brutsaison in der Freiheit:                      September bis Dezember

 

Verbreitung:                                          Süd-Australien von der Südspitze der Fleurieu-Halbinsel nordwärts durch die Mount Lofty Ranges bis ungefähr nach Clare und Burra

 

Habitat:                                                Der Adelaidesittich bewohnt sehr unterschiedliche Lebensräume von bewaldeten Tälern, offenen Wäldern, Galeriewälder entlang von Flüssen, erschlossene Küstenregionen, Savannen mit Baumbestand, landwirtschaftliche Anbaugebiete und Obstplantagen; taucht gelegentlich auch in Gärten und Parkanlagen der Vororte von Adelaide auf.

 

Lebensweise:                                       Der Adelaidesittich liebt die unmittelbare Nähe von Wasserläufen. Bei Dürre wandern sie in feuchtere Gebiete ab, so dass sich entlag von wasserführenden Flüssen größere Gruppen bilden. Sie halten sich auch regelmäßig an Viehtränken auf. Sie verbringen den Großteil des Tages mit Fressen. Nur in der heißen Mittagszeit ruhen sie im Blattwerk der Eukalyptusbäume aus.

 

Nahrung:                                              hauptsächlich Grassamen, Samen von Büschen und Bäumen, vor allem Eukalyptus; Früchte, Beeren, Knospen, Blüten, Nektar, Insekten und deren Larven; richten in Kirschplantagen und gelegentlich in Getreideanbaugebieten Schäden an.

 

Verhalten in Zuchtanlagen:                     mittellaute, recht zutrauliche, aktive Sittiche, eingewöhnt hart und ausdauernde Tiere mit Nagebedürfnis bei Obst- und Weidenzweigen. Sie baden gerne und sind meist unverträglich gegenüber anderen Vögeln, zumindest während der Brutzeit. Da sie wie alle Platycercus-Arten gerne am Boden Scharren regelmäßig Entwurmen.

 

 

Unterbringung:                                   Es empfiehlt sich, Adelaidesittiche paarweise in einer Außenvoliere mit Schutzhaus zu halten da sie auf andere Artgenossen aggressiv reagieren.

 

Fütterung:                                           Großfuttermischung aus verschiedenen Hirsesorten, Glanzsaat, Kardisaat, Negersaat, Leinsamen, Sonnenblumenkernen, Haferkernen, Milokorn, Paddy Reis, Dinkel, Dari, Buchweizen und getrocknete Ebereschen; Wild- und Unkrautsämereien, Waldvogelfutter, Eifutter, gekeimte Sämereien sowie verschiedene Obst- und Gemüsesorten; Grünfutter. Regelmäßige Mineralstoffgaben.

 

Zucht:                                                 Die Zucht gelingt regelmäßig. Während der Zucht ist die Einzelpaarhaltung unbedingt erforderlich. Brutbeginn April. Gelege 4 bis 5 Eier, Brutdauer 20 Tage; Nestlingszeit ca. 5 Wochen.

 

Rechtlicher Hinweis:                            Für die Zucht und Abgabe von Sittichen ist die „Verordnung zum Schutz gegen Psittakose und Ornithose (Psittakose-Verordnung)“ in neuesten Fassung – derzeit vom 14.11.1999 (BGBl. Seite 2111) – zu beachten.

                                                         Beachten Sie in jeden Fall die Festlegungen in der „Verordnung zum Schutz wildlebender Tier- und Pflanzenarten“ (Bundesartenschutzverordnung BArtSchV) sowie die Gutachten zur Tierhaltung.  

 

Beschreibung:                                      Grundgefieder variiert von hell bis kräftig orange; Stirn, Zügel und Scheitel orangerot; Kopfseiten und Nacken orangegelb; Wangenfleck violettblau; Bauch und Brust gelb mit mehr oder weniger kräftigem Anflug von Orangerot; Nacken und Rücken schwarz, jede Feder olivegelb gesäumt und teilweise mit mattem Orangerot überzogen; Unterrücken olivegelb, auf den Oberschwanzdecken in Orangegelb übergehend und mit orangerotem Anflug; Schulterfedern grauschwarz und mit breiten orangeroten Säumen; die inneren mittleren Flügeldecken schwarz;  Flügelbug und äußere mittlere Flügeldecken hellblau; Armdecken blassblau; Armschwingen, Außenfahnen im Basisbereich der Handschwingen und Unterflügeldecken tiefblau; die mittleren Schwanzfedern oberseits dunkelviolettblau und mit dunkelgrüner Basis; die äußeren Schwanzfedern dunkelblau, mit hellblauen Säumen und blassblauer Spitze; die Schwanzunterseiten blassbläulich; die Schwanzunterseite blassbläulich; Schnabel hornfarbig-grau; schmaler nackter Augenring grau; Iris dunkelbraun; Füße grau. Größe ca. 35 cm..

Die Hennen durchschnittlich kleiner und oft mit stärkerer Orangefarbenem Anflug; heller Unterflügelstreifen gelegentlich vorhanden; kleinerer und schmalerer Schnabel. Gewicht 102 – 157 g..

Die Jungtiere haben ebenfalls verschieden orangerote Gefiederpartien mit Ausnahme von Stirn, Scheitel, oberen Wangen, Hals, Teilen der Oberbrust, Schenkel und Unterschanzdecken olivgrün; innere mittlere Flügeldecken und äußere Armdecken matt olivgrün; Unterflügeldecken mattblau; Oberseite der mittleren Schwanzfedern dunkel mit blauschwarzer Spitze; Schwanzunterseite blass graublau; heller Unterflügelstreifen vorhanden; Umfärbung mit ca. 16 Monaten abgeschlossen.

 

Mutationen / Modifikationen:                  Lutino, Zimt

 

Berichte in den AZN:                            

 

 

 

Verwendete Literatur:                                          ROBILLER „Papageien“ Band 1-3 – Verlag Ulmer

ARNDT „Lexikon der Papageien“ – Verlag Arndt

 

 

Weitere empfehlenswerte Literatur:                     FORSHAW, J.M. „Australische Papageien“ Band 1-3 – Verlag Arndt

                                                                              AZ-AGZ-Standard Großsittiche 4. Auflage

 

Autor: S. Wiek, 24174 (AZ-AGZ-IG Plattschweifsittiche)

07. Feb. 2004