Name:                       Barnardsittich

 

                        0,1                        1,0                                      0,1            1,0                              1,0    JV

ZP mit Jungen

1,0                                                                1,0                                                                    1,0

0,1                                                                                                           1,0

vorne 0,1                 1,0

 

 

Wissenschaftlicher Name:                  Barnardius b. barnardi (Vigors und Horsfield 1827)

 

 

Englischer Name:                               Barnard Parakeet, Mallee Ringneck Parrot

Französischer Name:                          Perruche à collier jaune, Perruche de Barnard

Holländischer Name:                          Barnardsparkiet

Italienischer Name:                            n.b.

Spanischer Name:                              n.b.

 

Ordnung:                                            Psittaciformes - Papageien

Familie:                                              Platycercidae – Papageien

Unterfamilie:                                       Platycercinae – Echte Papageien

Gattung:                                             Barnardius    -   Ringsittiche                                         

 

Unterarten:                                           Blasser Barnardsittich, Cloncurrysittich

 

Brutsaison in der Freiheit:                      z.T. ab Januar, ansonsten ab Februar bis Juli, im Süden Juli bis Januar

 

Verbreitung:                                          Landesinneres von Südostaustralien, südlich des Gulf of Carpentaria in Nordwest-Queenland südwärts bis Nordwest-Victoria und in das südöstliche South Australia. Mit Ausnahme der Flinders Ranges, wo der  Blasse Barnardsittich vorkommt. Der Barnardsittich wird örtlich immer mehr durch die Besiedlung und Kultivierung durch die Menschen verdrängt, die Ausnahme bilden lediglich Vögel in südöstlich South Australia.

 

Habitat:                                                niedriger Eukalyptusbuschwald, offene Waldgebiete, Bäume entlang von Wasserläufen und Akazien-Buschland in Regel paarweise oder in kleinen Schwärmen

 

Nahrung:                                              Grassamen, krautartige Pflanzen, Früchte, Beeren, Blüten, Knospen, Insekten und deren Larven

 

Verhalten in Zuchtanlagen:                     mittellaute Sittiche mit stark ausgeprägtem Nagebedürfnis, die erst recht scheu sind. Paare sollten als Jungtiere zusammengestellt werden, da Alttiere oft nicht harmonieren. Sie sind z.T. Aggressiv gegenüber Artgenossen. Das Balzverhalten der Ringsittiche (Barnardius-Arten) ähnelt dem der Plattschweifsittiche, ein weiterer Hinweis auf die enge Verwandtschaft der Gattungen Barnardius und Platycercus

 

Unterbringung:                                      paarweise in Außenvoliere mit Schutzhaus. Doppelte Verdrahtung weil es immer wieder bei den Plattschweifsittichen zu Beißereien kommen kann. Sitzstangen in verschiedenen Stärken. Sie benagen gerne Weiden- und Obstbaumzweige. Barnarius-Arten kommen gerne auf den Boden und daher sollte man zweimal im Jahr eine Wurmkur durchführen

 

Fütterung:                                            Großfuttermischung aus verschiedenen Hirsesorten, Glanzsaat, Kardisaat, Negersaat, Leinsamen, Sonnenblumenkernen, Haferkernen, Milokorn, Paddy Reis, Dinkel, Dari, Buchweizen und getrocknete Ebereschen; Wild- und Unkrautsämereien, Waldvogelfutter, Eifutter, gekeimte Sämereien sowie verschiedene Obst- und Gemüsesorten; Grünfutter. Regelmäßige Mineralstoffgaben. Weiden- und Obstbaumzweige.

 

Zucht:                                                  Die Zucht gestaltet sich eher schwierig. Grundbedingung ist jedoch ein harmonisierendes Paar. Bei einem Vereinskollegen brüten die Paare 2 Mal im Jahr, pro Brut 5-6 Jungvögel. Der Barnardsittich ist möglichst schon in frühester Jugend zu verpaaren, da er sehr schwer später einen Partner akzeptiert. Während der Zucht ist die Einzelpaarhaltung unbedingt erforderlich. Brutbeginn meist ab März. Gelege 4 bis 6 Eier, Brutdauer 20  Tage; Nestlingszeit ca. 5 Wochen.

 

Rechtlicher Hinweis:                              Für die Zucht und Abgabe von Sittichen ist die „Verordnung zum Schutz gegen Psittakose und Ornithose (Psittakose-Verordnung)“ in neuesten Fassung – derzeit vom 14.11.1999 (BGBl. Seite 2111) – zu beachten.

                                                           Beachten Sie in jeden Fall die Festlegungen in der „Verordnung zum Schutz wildlebender Tier- und Pflanzenarten“ (Bundesartenschutzverordnung BArtSchV) sowie die Gutachten zur Tierhaltung.  

 

Beschreibung:                                      grün, Scheitel und Kopfseiten hellgrün, auf den Wangen mit leicht blauem Anflug, rotes Stirnband, Nacken olivbraun mit anschließendem gelben Halskragen auf dem Hinternacken; Hinterrücken blauschwarz; Brust und bauch türkisgrün mit einem variablen orangegelben Band durchzogen; Flügeldecken in Blaugrün übergehend; große Flügeldecken gelblichgrün; Armschwingen mattgrün; Handschwingen und Handdecken dunkelblau; Unterflügeldecken blau; mittlere Schwanzfedern dunkelgrün mit blauer Spitze, die äußeren Schwanzfedern sind blau mit blasser Spitze; Schnabel hornfarbig; schmaler nackter Augenring grau; Iris dunkelbraun; Füße grau

                                                           Größe: 35 cm; Gewicht: 111 – 149 g

                                                           Weibchen: insgesamt blasser, Rücken und Hinterrücken dunkelgraugrün; Unterflügeldecken gräulich; heller Streifen auf der Flügelunterseite meist zusehen. 102 – 141 g

                                                           Jungtiere: ein matteres Gefieder als die Weibchen, Nacken und hinterer Scheitel bräunlich; Blau auf den Wangen meist ausgedehnter; Rücken und Hinterrücken graugrün; Unterflügelstreifen vorhanden

 

                                                          

 

Mutationen / Modifikationen:                  blau, dunkelblau, dunkelgrün, olive, z.T. ohne Band, Schecken

 

Berichte in den AZN:                            

 

 

 

Verwendete Literatur:                                          ROBILLER „Papageien“ Band 1-3 – Verlag Ulmer

ARNDT „Lexikon der Papageien“ – Verlag Arndt

FORSHAW, J.M. „Australische Papageien“ Band 1-2 – Verlag Arndt

 

Weitere empfehlenswerte Literatur:                     AZ-AGZ-Standard Großsittiche 4. Auflage

 

Autor: S. Wiek, 24174 (AZ-AGZ-IG Plattschweifsittich)

30.10.2004