Plattschweifsittiche Arten ( Platycercus Arten Vigors, 1825)
Allgemeines
Die Gattung der eigentlichen Plattschweifsittiche (Platycercus), die sich in acht Arten und fünfzehn Unterarten aufteilt. Im Englischen werden sie als „Rosellas“ bezeichnet. Die Heimat der farbenprächtigen eleganten Vögel ist auf Australien einschließlich Tasmanien und die Inseln der Bass-Straße, außerdem wurden sie auf mehreren Inseln eingeschleppt und sind sesshaft geworden z.B. Neuseeland. Sie teilen sich in drei Gruppen auf, die Blauwangige, die Weiß - und die Gelbwangige, welche nur von einer Art besetzt ist. Das primäre Erkennungsmerkmal der Gattung Platycercus ist die auffällige "Schuppenzeichnung oder Säumung" des Rückens schwarzes Innenfeld außen ist der Feder bunt sowie die farblich gekennzeichnete Wangenregion die scharf begrenzt ist (der Wangen Fleck). Die auffällige Wachshaut ist nackt oder teilweise befiedert. Der kräftige Schnabel trägt eine auffällige Kerbe im Oberschnabel und ist hornfarbig grau, seine Spitze ist gewöhnlich stumpf. Es handelt sich um mittelgroße Sittiche (28 – 37 cm) mit proportional langen gestuften Schwänzen bzw. Schwanzfedern. Unterschwanzfedern sind hellblau, hell bzw. weiß auslaufend.
Die Vögel verbringen sehr viel Zeit mit der Nahrungsaufnahme am Boden wo sie die Samen von Gräsern und Kräutern sammeln; ihre relativ langen Läufe erleichtern ihnen dabei die Fortbewegung.
Bei den violettblauenwangigen Arten, wie Adelaide ,- Gelbbauch ,- Pennant ,-und Strohsittich ist der Unterflügelstreifen kein sicher Geschlechtsunterschied denn im Allgemeinen fehlt der auch bei den ausgewachsenen Weibchen oder ist schwach ausgebildet, wo er zusehen ist sind dass auf jeden Fall Hennen. Bei Hähnen kein Unterflügelstreifen vorhanden Deutliche Farbunterschiede bestehen zwischen Alters- und Jugendgefieder. Die Jungvögel sind vorwiegend grün gefärbt. Bei Jungvogel: der helle Unterflügelstreifen bei beiden Geschlechtern vorhanden. Die Umfärbung ist mit 14 bis 18 Monaten abgeschlossen je nach Art, Den hellen Unterflügelstreifen verlieren sie mit der Geschlechtsreife.
Die Geschlechtsbestimmung bei jungen Hähnen und jungen Hennen im einzelnen Fällen sehr schwierig denn sie ähneln sich und der einzige Unterschied liegt im Format des Kopfes und des Schnabels. In den meisten Fällen sind Weibchen kleiner, ihr Kopf etwas runder und der Schnabel keiner. Junge Männchen fangen im Alter 6 Monaten an zu balzen, dass gilt für alle Rosellas.
Zur zweiten Gruppe gehören die Weißwangigen wie der Browns-, Blasskopf-(Unterart), Blauwangen- und Rosellasittich. Beim Browns sind die Wangenflecke weiß unterer Wangen violettblau umrandet und Blauwangen sind die Wangenflecken weiß, unterer Wangenbereich kobaltblau. Sie gehören trotzdem zu der Gruppe der Weißwangigen. Alle drei Arten haben rote Unterschwanzdecken.
Bei der weißwangigen Gruppe gibt es kein ausgeprägtes Jugendgefieder, sondern die Jungvögel sind lediglich eine mattere Ausgabe der Altvögel.
Die Hähne sind kräftiger gefärbt als die Hennen, doch ist dies kein verlässlicher Geschlechtsunterschied und der Unterflügelstreifen fehlt bei den Hähnen.
Henne: Entspricht in Farbe und Zeichnung weitgehend dem Hahn, jedoch darf die Farbe etwas matter sein, Meistens etwas kleiner, und die Wangen sind nicht so reinweiß wie beim Hahn. Ausgewachsene Hennen haben einige kleine, hellere Federn um die Augen, was bei ausgefärbten Hähnen nie vorkommt. Die Kopfwölbung über dem Schnabelansatz verläuft wesentlich kleiner und runder als beim Hahn. Die Weibchen behalten den hellen Unterflügelstreifen. Jungvögel: Ähneln der Henne, aber mit matterem Gefieder, heller Unterflügelstreifen bei beiden Geschlechtern vorhanden und sichtbar ist er wenn die Federn ausgebildet sind. Umfärbung mit ca. 12 bis 18 Monaten abgeschlossen. Bei der Geschlechtsbestimmung der Jungvögel lässt man sich am besten von der Kopf- und Schnabelform leiten. Die Bestimmung fällt relativ leicht, wenn sich mehrere Jungvögel im Nest befinden und man vergleichen kann oder in der Voliere wenn sie nebeneinander auf einer Sitzstange. Beim Brownssittich in einzelnen Fällen sehr schwierig, aber auch bei den anderen Arten. Die Hähne verlieren den Unterflügelstreifen wenn sie in Geschlechtsreife kommen.
Der Rosellasittich ist neben dem Pennantsittich die zweite Spezies (Art) in der Gruppe der Platycercus. Von den weißwangigen Arten ist er die modernste, aber auch anpassungsfähigste Form.
Die Gelbwangige Art ist der Stanleysittich auffallend ist die geringe Körpergröße; Männchen und Weibchen zeigen in der Gefiederfärbung einen ausgeprägten Geschlechtsdirnorphis (Geschlechtsunterschied) und die Jungen haben ein Jugendgefieder, das sie merklich von den Alttieren unterscheidet. Adulte Männchen haben keinen Unterflügelsteifen, erwachsene Weibchen weisen ihn auf. Vollständiges Alterskleid etwa im 14. Lebensmonat. Der Ruf und der Flug - schwimmend und flatternd erinnert bereits an die Vertreter der Gattung Vielfarben- und Singsittich (Psephotus-Arten).
Der Hahn hat kräftige Gestalt, aufrechte und stolze Haltung zwischen 55 und 60 Grad, sein Schnabel ist an der Nasenwurzel breiter und insgesamt gröber ausgebildet als bei beim Weibchen. Er hat eine kräftige Stirnwölbung seine Schädeldecke ist flacher und kantiger.
Die Henne: durchschnittlich kleiner mit grünlichem Anflug auf der Oberseite der mittleren Schwanzfedern; kleinerer und schmalerer Schnabel. Die Kopfwölbung über dem Schnabelansatz verläuft wesentlich flacher und runder als beim Männchen.
Biochemische Analysen haben gezeigt, dass bei den Gattungen Purpureicephalus (Rotkappensittich), Barnardius, Platycercus, Northiella (Blutbauchsittich), Psephotus, und Lathamus (Schwalbensittich) die Kerngruppe aus eng verwandten Gattungen bilden (Christidis et al. 1991).
Basierend auf den Unterschieden in den Futterbettellauten der Nestlinge unterschied Courtney (1997c) drei Gruppen innerhalb der Platycercini. Die Jungen von Melopsittacus (Wellensittich) und Pezoporus (Erdsittich) geben klare, zitternde Pfeiflaute von sich, die sich im Laufe der Nestlingsentwicklung nicht ändern. Diese beiden Gattungen repräsentieren möglicherweise die ursprünglichste Gruppe. Bei den Platycercus-Arten und ihnen nahe stehenden Gattungen als zweite beziehungsweise bei den Grassittiche (Neophema) als die dritte Gruppe sind die Bettellaute der Jungen in Abhängigkeit vom Alter unterschiedlich. Bei Melopsittacus und Pezoporus ist der markante „Unterflügelsteifen“ ein Band, das sich quer über die Unterseite des Flügels erstreckt und bei allen Vögeln, ungeachtet ihres Geschlechts oder Alters, auftritt.
Herr Joseph M. Forshaw rechnet auch die Gattungen Psittacella (Familie der Bindensittichen bzw. Bindenpapageien und Prosopeia (Maskensittich) ebenfalls zu dieser Gattungsgruppe, obgleich Prosopeia viele charakteristische Merkmale der Platycercini (Gattungsgruppe) fehlen und eine große Ähnlichkeit mit Alisterus (Königssittich Familie) aufweist. Diese Veränderung bei den Lautäußerungen während der Nestlingsentwicklung ist von anderen australischen Papageien einschließlich der Kakadus nicht bekannt.
Die Platycercini sind von den Fidschi-Inseln über Neukaledonien und Neuseeland (einschließlich mehrer abgelegener Inseln) bis nach Australien und Neuguinea verbreitet.
Verbreitungsgebiet – Allgemein Habite
Der Gelbbauchsittich bewohnt alle Lebensräume auf Tasmanien, ausgenommen Moore und abgeerntete Felder ohne Waldstücke, vorzugsweise halboffene Waldgebiete. Auch ist er in der Nähe von Parks und Gärten anzutreffen. Auch der Tasmanische Rosella lebt dort. In manchen Gebieten auf Tasmanien kommt ein Klima vor das alle vier Jahreszeiten an einem Tag beinhaltet. Beim Gelbbauchsittich gibt es auffällige Unterschiede in der Gefiederfärbung, die Vögel aus den feuchten Küstengebieten in West-Tasmanien haben nicht das Gelb an Kopf und Bauch sondern behalten hier das olivgrüne Jugendkleid. Hingegen haben die an der Ostküste im trockenen Inland lebenden Sittiche ein gelbes Brust- und Bauchgefieder und die blaue Flügelzeichnung. Die anderen Platycercus-Arten hingegen bewohnen verschiedene Gebiete auf dem Festland. Der Pennantsittich (Platycercus e. elegans) südöstliches Queensland bis zum südöstlichen Südaustralien; Platycercus e. nigrescens Nordost-Queensland; Platycercus e. melanoptera Kanguruhisland. Der Pennantsittich ist ein Bewohner der feuchten und halbfeuchten Wälder. Strohsittich südliches Neusüdwales, nördliches Victoria und am Fluß Marray in Südaustralien. Adelaide Südaustralien, Er wohnt in unterschiedlichen Lebensräumen von bewaldeten Tälern in den Mount-Lofty-Bergen über offene Wälder und baumbestandenes Grasland, Flussufer und Straßenränder mit Bäumen, landwirtschaftliche Nutzflächen mit Bäumen; Rosellasittich und Prachtrosella südöstliches Australien und Tasmanien von Gympie und Biebie in Queensland durch das östliche Neusüdwales, im Inland von Morre über Parkes und Griffith bis Euston in Victoria entlang des Murray bis in das südöstliche Südaustralien. Blauwangen Nordost-Qeensland, von der Kap-York-Halbinsel südwärts bis zum Mitchell und dem Atherton-Tafelland; Blasskopf Nördliches Queensland, südlich von Mitchell und von Atherton-Tafelland bis zum nordöstlichen Neusüdwales. Brownssittich Nordwestliches und nördliches Australien einschlie0lich der größeren vorgelagertenInseln von Spring Creek und den Kimberleyz in Westaustralien. Ostwärts bis zur Grenze von Nordterriton zu Queensland, südlich im Nordterritorium von Perce Point und Katherine weiter zum MC-Arthur bis zum Nicholson in nordwestlichen Queensland. Baumbestandenes Grasland mit Eucalyptus- und Melalenca-Beständen, baumbestandene Wasserläufe, Küstenwälder und gelegentlich Mangroven, entland baumbestandener Straßenränder, Parks und Gärten. Stanleysittich Küsten und küstennahe Gebiete in Südwest-Australien vom Morre-Fluß bis zum Albany-Bezirk bzw. Das trockene Innere von Südwest Australien vom Moore-Fluß bis zum Albany-Bezirk bzw. Das trockene Innere von Südwest-Australien.
Die Austalischen Sittiche und Papageien leiden unter den natürlichen Einflüssen. Das Land trocknet immer mehr aus, oder die Brände die immer wieder über Australien kommen zerstören den Lebensraum. Die Farmer haben ebenso unter den ausbleibenden Regenfällen zu leiden. Die Tiere verenden und es werden künstliche Wasserstellen geschaffen. Die Weideflächen sind trotzdem leer gefressen. Die künstlichen Wasserstellen erschaffen aber für die Vögel z. T. neue Lebensräume.
Die Nahrung der freilebenden Rosellas die aus Samen von Gräsern und Sträuchern oder Bäumen (hauptsächlich Eukalypten), von Beeren, Früchten, Blüten, Knospen und Nektar sowie Insekten und ihren Larven. Weizen und andere Getreidearten; daneben angebaute Früchte, Obst (vor allem Äpfeln), Birnen, Nüssen, Knospen, die Samen der Eseldistel, Akaziensamen.
Die Vögel suchen ihr Futter sowohl auf den Bäumen und Sträuchern als auch auf dem Boden.
Die Brutgewohnheiten der freilebenden Plattschweifsittiche
Die Brutaktivitäten der Plattschweifsittiche fallen in verschieden Monate. Hierbei ist spielt das Futterangebot der Vegetation eine große Rolle. Die Fütterung der Partner zur Brutzeit bzw. zu beginn der Balzzeit nimmt merklich zu und die ausgeprägte Paarbindung steigert sich. Das Weibchen legt 3 bis 7 weiße Eier. In der Regel umfasst das Gelege 5 Eier. Während das Weibchen alleine brütet, hält sich das Männchen in der Umgebung des Nestes auf. Es füttert in regelmäßigen Abständen sein Weibchen. Nach einer Brutdauer von 19 – 20 Tagen schlüpfen die Küken. Im Alter von 33 – 37 Tagen je nach Art verlassen sie das Nest, und werden noch von ihren Eltern einige Zeit gefüttert zwei bis drei Wochen.
Die Brutaktivitäten erstrecken sich beim Gelbbauch von Februar bis Oktober; Penanntsittich September bis Dezember/Januar; Strohsittich August bis Dezember/Januar, Rosellasittche August bis Februar, Brownssittich ab Juni bis September oder Januar bis Juni, Stanleysittich August bis Dezember, Blauwangen/Blasskopfsittich August bis Dezember/Januar. Im Norden ihres Verbreitungsgebietes ist das Brutgeschäft von den Niederschlägen abhängig; hier beginnen die Paare zu jeder Zeit des Jahres nach örtlichen kräftigen Regenfällen mit dem Nisten. Ihre Nistplätze sind eigentlich in Ast- und Baumlöchern von toten bzw. lebenden Eukalyptusbäumen. Bei einigen Arten werden selten andere Baumarten angenommen. Hingegen andere Nisten in Mauerlöcher von Ruinen, Weidezaunpfählen, Baumstümpfen oder in am Boden liegenden Stämmen. Man hat sogar Gelege in Kaninchenbauten gefunden.
Haltung
Die beste Unterbringung stellt die Aussenvoliere mit anschließendem Schutzraum dar. In einer derartigen Voliere überstehen die Rosella Arten unsere milden Winter ohne starkes Heizen. Mit Recht sind die Plattschweifsittiche sehr beliebt „Rosellas“ sind im allgemeinen sehr widerstandsfähig und können das ganze Jahr in Freivolieren gehalten werden, wie schon geschrieben mit Schutzraum. Die Vögel brauchen Sonne, Wind und Wetter um sich richtig entwickeln zu können. Hält man mehrere Plattschweifsittiche nebeneinander, so sollte man unbedingt auf eine doppelwandige Verdrahtung der Voliere achten, die mindestens 4 cm auseinander sein sollte, da es sonst leicht durch Beißereien zu schweren Zehen, Bein oder Schnabelverletzungen kommen kann. Es empfiehlt sich sie paarweise in einer Voliere zu halten, da diese auf andere Artgenossen aggressiv reagieren. Beim Drahtgeflecht sollte die Maschenweite nicht zu groß sein, denn sonst kommt Ungeziefer durch die Maschen. Geniege Drahtgröße ist 12.7 X 12,7 mm, Drahtstärke 1,05 mm und 8,3 X 8,3 mm Drahtstärke 0,80 mm, oder außen klein innen groß bei größeren Arten. Beim Bau sollten Sie sich dieser Gefahr immer bewusst sein. Isolieren sie alles so gut wie möglich, und achten Sie darauf, dass keine dunklen Ecken entstehen bzw. Ritzen oder Fugen. Das sind Plätze, die Mäuse mit Vorliebe aufsuchen.
Unsere gefiederten Freunde benagen hingebungsvoll die Rinde von Zweigen und fressen Knospen, Blätter und Blüten, die wichtige Nährstoffe liefern abwechslungsreichen Futtertisch. Als regelmäßige Beschäftigung und zur Herstellung von Natursitzstangen verschiedenen stärken eignen sich zum Beispiel folgende Gehölze: jegliche Obstbäume (ungespritzt), Holunder (mit Ausnahme Zwergholunder), Linde, Haselstrauch, Walnussbaum, verschiedene Weidearten, Pappel, Buche, Eberesche, Ahorn, Weißdorn mit der Eiche wer ich vorsichtig wegen der Blausäure. Die Rinde der Zweige ist reich an Mineralstoffen und Spurenelementen. Selbstverständlich sollten die Zweige nicht aus der Nähe stark befahrener Straßen stammen!
Rosellas Baden mit Begeisterung, deshalb sollten sie immer eine flache Wasserschale zur Verfügung haben, nicht direkt auf dem Boden und sicher nicht unter den Sitzstangen im Zusammenhang mit der Verschmutzung durch Kot usw. Auch das Futter Plattschweifsittiche steht nicht auf dem Volierenboden wegen der Verschmutzung und verpilzen. Sondern die Futternäpfe stehen auf einem Alu-Futterbrett was man leicht reinigen kann.
In meiner Volieren bestehen die Wände zwischen den einzelnen Räumen bzw. Volieren aus Volierendraht, ausser der Nistkastenbereicht. Obwohl die Vögel ihre Artgenossen sehen können, habe ich nicht den Eindruck, dass daraus Probleme entstehen Vögel die in direkter Nachbarschaft wohnen, gewöhnen sich schnell aneinander, aber auf doppelwandige Verdrahtung achten. Ein Vorteil dieser Bauweise liegt in der Möglichkeit, dass die Vögel sich nicht nur hören, sondern auch sehen. Wenn man mit Sichtschutz arbeitet versuchen sie eine Fuge zu finden um den Nachbaren zusehen denn hören ihn und können ihn nicht sehen.
Zucht
Im März oder April, wenn uns die ersten warmen Tage beschert werden, beginnen die Rosellas mit der Balz bis auf Brownssittich (P.venustus) der nach Generationen noch an der Brutzeit Dezember/Januar festhalten nur wenige Paare brüten bereits im Oktober (evtl. Nistkasten / Niststamm Heizung). Der Brownssittich ist kein einfacher Zuchtvogel. Die Partnerwahl erweist sich häufig als Problem und auch das aggressive Verhalten des Männchens gegenüber dem Weibchen. Diese Vögel sind empfindlich in Bezug auf Störungen lieber eine Voliere auswählen die ruhiger liegt, sprich im Gang die Letzte Voliere und bitte auf aus Wahl der Nachbarn achten. Auch der Blauwangensittich oder Blauwangenrosella ist in der Zucht nicht unproblematisch. Wenn das Paar nicht harmoniert wird aus der Zucht nichts oder Eierfraß oder Rupfen. Das Männchen sitzt auf einer Sitzstange neben dem Weibchen mit nach vorne gestoßenen und leicht geöffneten Flügeln, die Brustfedern gesträubt, der Kopf aufgerichtet und nach hinten oder zur Seite geneigt, wippt er mit dem gefächertem Schwanz. Dabei ertönt ein unablässiges Geschnatter und sein Balzruf Tatü – Tatü von Art zu Art verschieden. Er balzt auch auf dem Erdboden und vor dem Nistkasten oder Niststamm Damit lockt er seine Partnerin herbei. Anschließend, aber auch zwischen den Werbungen wird von Tag zu Tag öfter das Weibchen vom Männchen gefüttert. Dieses Verhalten dient der Paarbindung. Er balzt auch auf dem Erdboden und vor dem Nistkasten. Damit lockt er sein Weibchen herbei. In der Auswahl der Nistkästen sind die Tiere nicht sehr wählerisch. Man kann diese Kästen ohne weiteres selbst herstellen. Ich verwende rechteckige Nistkästen (Außenmaße Breite 28 cm, Tiefe 24 cm, Höhe 65 cm; Innenmaße Breite 24 cm, Tiefe 20 cm, Höhe 61 cm, Einflugloch 8 cm). Die Nistmulden sind bei mir auswechselbar. Dies hat sich sehr gut bewährt. Seit einigen Jahren benuten nicht nur Wellensittichzüchter sondern auch Großsittichzüchter Nistmulden aus Kunststoff, diese sind hervorragend zu reinigen und zu desinfizieren. Bei Nistkästen ohne Nistmulde kann es passieren, dass die Henne die Eier im ganzen Kasten verteilt, durch die Nistmulde wird ein auseinanderrollen des Geleges verhindert. Als Kletterhilfe zum Auf- und Abstieg an der glatten Nistkastenwand dient ein grobes Drahtgeflecht ohne scharfe Kanten. Eine andere Möglichkeit ist sechseckig (Höhe 70 cm, Innendurchmesser 25 cm, und das Einflugloch hat einen Durchmesser von 8 cm) Natürlich sollte alles aus Naturholz sein. Für das Brutgeschäft kann auch ein Viereck Nistkasten von 50x20x20 cm oder 60x22x22 cm Innenmaße zur Verfügung gestellt werden, mit einem Schlupfloch von 7-8 im Durchmesser.
Man kann auch ausgehöhlte Baumstämme mit 20-25 cm Innendurchmesser und 50-60 cm Tiefe verwenden je nach große der Art.
Bei ausgehöhlten Baumstämmen sollte man darauf achten von welcher Holzart der Stamm ist wir haben Birke und Buche verwendet. Denn Pappel und Erle die Schimmeln sehr schnell von innen. Bei Pappel, Erlen und Tannenholz sind die Rinden sehr grob und bilden sehr schönen unter Schlupf für Milben, Motten usw.
Auch mit Einflugloch von 7-8 cm Durchmesser, darunter befindet sich eine etwa 10 cm lange Anflugstange. Diese ist nicht unbedingt nötig, erleichtert den Vögeln aber später das Füttern der Jungen von außen. Den Boden des Nistkastens fülle ich mit Hobelspänen/Hamsterstreu oder Buchenholzgranulat auf, weil es so einfach sauber zu halten ist und meine Vögel sie sehr gut annehmen. In der Balzzeit sind die Plattschweifsittiche und Ringsittiche sehr lebhafte Vögel, und man sollte in dieser Zeit seine Paare sehr gut beobachten, da manche Hähne gegenüber ihren Hennen aggressiv werden können.
Bereits vor der Eiablage bettelt die Henne beim Hahn um Nahrung und wird auch regelmäßig gefüttert. Kurze Zeit später liegt meistens das erste Ei im Nistkasten. (Ein erfahrener Züchter sieht dies bereits einige Tage vorher an der unnatürlich gewölbten Rückenlinie des Weibchens.) Diesem folgt dann jeden 2. Tag ein weiteres Ei. Am 5 Tag nach der Bebrütung kann man im Ei rote Adern erkennen, die auf eine Befruchtung hinweisen, nachdem die Henne sich gesetzt hat. Nach gut einer Woche verfärbt sich das befruchtete Ei schwärzlich, die nicht befruchteten Eier bleiben hell. Ich habe festgestellt, dass meine Zuchtweibchen sich erst ab dem 5. Tag setzen. So kommen die Jungen auch zusammen an einem Tag aus ihren Eiern heraus. Durchschnittlich besteht ein Gelege aus 4- 6 Eiern, es kann aber auch auf stattliche 9 Eier ansteigen. Während die Henne die Eier bebrütet, wird es regelmäßig vom Hahn gefüttert. Nach einer Brutzeit von 19 Tagen erblicken die Jungen das Licht der Welt. An den ersten Lebenstagen der jungen Plattschweifsittiche kommt die Henne fast überhaupt nicht aus dem Nistkasten heraus nur zum abkoten und teilweise. Was ihr der Hahn an Futter gibt, verfüttert sie an die Jungen weiter, frisst aber auch selbst. Sie würgt das Futter aus dem Kropf hoch und pumpt es in die Schnäbel der Kleinen. Wichtig für das Gedeihen der Jungen ist ein Sekret das sich im Kropf der Eltern bildet und sehr eiweißhaltig ist. Kräftige Jungvögel kann man nur erzielen, wenn die Altvögel optimal ernährt sind und diese ihre Jungen gerade in den ersten Lebenswochen ausreichend mit Nahrung versorgen. Geschieht dieses nicht, so holen die jungen Plattschweifsittiche in Bezug auf Größe nicht mehr auf. Zwischen dem 7. und 10. Tag, je nach Wachstumsfortschritt, werden die jungen „Rosellas“ bei mir mit geschlossenen AZ-AGZ- oder DKB-Ringen 5,0 – 6,0 mm beringt, außer der Adelaidesittich der mit dem Artenschutzring 6,0 mm beringt werden muss. Die Ringgrößen sind von der AZ empfohlene Ringgrößen. Der Ring ist zuerst über die drei längeren Zehen und danach über die vierte kleinere zu streifen. Notfalls muss die vierte Zehe mit einem spitzen Gegenstand (Zahnstocher oder angespitztes Streichholz) durch den Ring gezogen werden. Wenn die Jungen erst 10 Tage und älter sind, geht der Hahn auch in den Nistkasten und füttert direkt. In den ersten Lebenstagen haben alle jungen Plattschweifsittiche einen weißen Flaum. In diesem Alter öffnen die Jungen ihre Augen, und man erkennt die ersten Federkiele. Der Hahn füttert immer eifriger, und wenn die Jungen mit etwa 35 Tagen das Nest verlassen, hat er diese Pflicht fast ausschließlich übernommen. Denn kurze Zeit später können bereits wieder Eier im Nest liegen, weil eine zweite Brut keine Seltenheit ist. Die jungen Stanleysittiche werden von ihrem Vater weitergefüttert, bis sie mit etwa 14 Tagen nach dem Ausfliegen selbständig sind. In den ersten Tagen sind sie beim Fliegen noch recht unbeholfen, man sollte in der Zeit das Volierenende mit Zweigen dekorieren, um Verletzungen zu vermeiden. Manchmal legt das Weibchen bereits die nächsten Eier, noch ehe alle Jungen das Nest verlassen haben. Daher empfiehlt sich das Anbringen zweier Nisthöhlen zu beginn der Brutzeit. Das Weibchen hat dann die Möglichkeit, für das zweite Gelege die andere Höhle zu beziehen. Falls sie keine zweite Nistgelegenheit zur Verfügung hat oder benutzen will, kann es vorkommen, dass sie die noch im Nest befindlichen Jungen rupft, während sie brütet.
Alle Arten zählen seit jeher zu den beliebtesten Großsittichen, ihre Farbenpracht verhalf ihnen dazu. Bei artgerechter Pflege leben die Rosellas im allgemeinen 15 bis 20 Jahre in Ausnahmefällen bis 28, ziehen in dieser Zeit auch
noch erfolgreich Junge auf. Manche Exemplare werden auch noch älter. Es wurden auch Zuchtstämme von verschiedenen Mutationen auf gebaut.
Auch in freier Wildbahn sah man in den vergangenen Jahren vereinzelte Mutationsformen und Farbvarianten bei den Rosellas, welche sich in freier Natur aber nicht erhalten, da sie einem höheren Feinddruck unterliegen oder durch die meist rezessive Vererbung schnell wieder verschwinden.
Ich habe persönlich nichts gegen Mutationen auch in meinem Bestand sind welche. Ich finde sie schön, aber wir sollten doch darauf achten, dass Mutationen unsere wildfarbigen Bestände nicht gefährden wie schon in anderen Bereichen bzw. Arten es passiert ist.
Allgemeines Ringsittiche (Barnardius 1854)
Die unterschiedlichen Populationen der Ringsittiche sind von Westen nach Osten quer durch Australien verbreitet.
Die beiden Arten dieser Gattung werden von manchen Taxonomen trotz der sehr unterschiedlichen Gefiederfärbung zur vorigen Gattung (Platycercus) gestellt. Sie zeigen aber auch deutliche Unterschiede in der Anatomie und im Verhalten.
Aus dem Australische Papageien Band 2 von Joseph M. Forshaw und Wilham T. Cooper im Arndt Verlag
„Peters (1937) behauptete, dass es keine morphologischen Merkmale gebe, welche die Abspaltung der Gattung Barnardius von Platycercus rechtfertigen würden. Condon (1941) wies jedoch auf Unterschiede im Bereich des Gehöhrs hin, die für ihn ausreichend waren, Barnardius als eigenständige Gattung anzuerkennen. Joseph M. Forshaw schließt sich dieser Sichtweise an, obwohl biochemische Analysen eine enge Verwandtschaft der beiden Arten mit Platycercus und Northiella bekräftigt haben (siehe Christidis et al. 1991)“
Anders als bei den Rosellas treten sie nie in großen Schwärmen auf, nur kleinen Gruppen oder Zuchtpaar mit Jungen sind aber ähnlich kämpferisch. Die Bestimmung der Geschlechter ist schwieriger und die Vögel züchten nicht so bereitwillig.
Diese Gattung besteht aus nur zwei Arten, obwohl die meisten Vogelliebhaber davon ausgehen, dass sie vier Arten umfasst. Der Cloncurrysittich ist eine Unterart des Barnards, der Kragensittich eine Unterart des Bauers Ringsittichs. Die erste Art und ihre Unterart haben einen grünen Kopf und leben in den östlichen Teilen Australiens, Kragensittich und Bauers Ringsittich zeigen einen schwarzen Kopf und sind im westlichen Australien anzutreffen. Ringsittiche sind mittelgroße 33 – 40 cm Papageien mit langen, stufigen Schwänzen. Auf dem Rücken ist keine „ gesprenkelte“ Zeichnung erkennbar wie bei Plattschweifen, und die blauen Wangenflecken sind nur schwach vom übrigen Gefieder abgesetzt, der Barnardsittich und der Kragensittich haben ein rotes Stirnband. Ein schmales gelbes Band zieht sich um die hintere Nackenpartie. Der Oberschnabel ist Kräftiger als bei einem Platycercus –Vertreter, und der Geschlechtsunterschied bezüglich der Schnabelbreite ist weniger ausgeprägt. Hahn und Henne sehen gleich aus, kleine Unterschiede im Schnabel, Kopf und die Jungen ähneln den Eltern.
Barnard: das Federnkleid der Henne ist meistens matter als das des Hahns. Das Kopfgefieder des Weibchens kann eher braun als grün sein. Kopf und Schnabel ist beim Hahn meistens deutlich größer.
Cloncurrysittich: die Farben der Henne können weniger intensiv sein und Kopf und Schnabel etwas kleiner.
Bauers Ringsittich: 1,0 und 0,1 ähneln sich größtenteils, die Henne kann etwas mehr braunschwarz als schwarz sein, der Kopf und Schnabel beim Hahn, das meistens auch etwas größer im Format ist, kräftiger.
Bei sehr jungen Exemplaren ist der Schnabel allerdings mattgelblich. Der Unterflügelstreifen ist bei den meisten, aber nicht bei allen Jungvögeln vorhanden, bei den Altvögeln ist dieses Merkmal variabel. Der Cloncurrysittich hat eine von Liebe für große Eukalyptusbäume in der Nähe von Flüssen. Dadurch das Australien immer mehr aus trocknet und die großen Buschfeuer oder Klima, Rodungen, usw. Verändern sind die Herkunftsgebiete bzw. in manchen Gebieten wo sie nicht vorkommen und sie sesshaft geworden durch künstlichen Wasserstellen der Farmen für ihre Rinder und Schafe.
Sie leben häufig in unterschiedliche Küstenwälder, offene Waldgebieten, Bäumen entlang von Wasserläufen, Gras- und Buschlandschaften; auch in Wohngebieten, entlang von Straßen, auf Anbauflächen, in Plantagen, Parkanlagen und Gärten und in den Gebieten mit Mallee-Vegetationen, niedrigem Eukalyptusbuschwald und im Akazien-Buschland in Regel paarweise oder in kleinen Schwärmen. Der Barnardsittich wird örtlich immer mehr durch die Besiedlung und Kultivierung durch die Menschen verdrängt, die Ausnahme bilden lediglich Vögel in südöstlich South Australia.
Verbreitungsgebiete:
Barnardius b. barnardi: Süd-Queensland, westliches Neusüdwales, Nordwest-Victoria und im Gebiet des murray im östlichen Südaustralien.
Barnardius b. whitei: In Queensland kommt die Art westlich des ostaustralischen Berglandes und nördlich etwa bis Windorah vor.
Barnardius b. macgillivrayi: Nordwest-Queensland und in den angrenzenden östlichen Gebieten des Northern Territory. In der Nähe der Stadt Cloncurry.
Barnardius z. zonarius: Süd-, Zentral und Westaustralien, westlich der Flinders Ranges (South Australia); um Sidney, Canberra und Melbourne existieren auch Populationen bei denen es sich vermutlich um entflogene Volierenvögel handelt.
Barnardius z. occidentalis: Norden von Western Australien, westlich der Great Sandy Desert sowie vom Unterlauf des De Grey River und vom Oberlauf des Oakaver River in der Pilbara-Region südwärts bis in den Gasoyne-River und den Murchison-River-Distrikt, wo sich die Unterart mit der Nominatvorm vermischt (lt. Forshaw „Australische Papageien Band 2, 2003)
Barnardius z. semitorquatus: äußerstes Südwesten von Western Australia, nördlich und östlich bis zu einer Linie von Pert über die Darling Range bis zum King George Sound. Es besteht eine breite Vermischungszone mit der Nominatform
In Western Australia sind die Bauers Ringsittiche und Kragensittiche die dominierenden Vertreter der Patycercini. Man kann sie dort praktisch in allen bewaldeten Lebensräumen antreffen.

Die Karte wurde von Herrn Peter Frenger erstellt.
Die dunkelgrünen Kragensittiche im Bauchbereich bis zu den Füßen/Läufen sind durch Selektion in Europa entstanden.
Nahrung besteht aus Sämereien, Grassamen, Früchte, Krautartige Pflanzen, Beeren, Nüsse, Blüten, Knospen, Insekten und deren Larven, Getreide. Nach Untersuchungen von Experten in einer zweijährigen Studie fraßen die Vögel die Samen von 52 Pflanzenarten aus 15 Familien und Insekten aus 6 Ordnungen. In manchen Gebieten ist kultiviertes Getreide oder angebaute Früchte ein wichtiger Bestandteil der Ernährung.
Verhalten in Zuchtanlagen:
Mittellaute Sittiche mit stark ausgeprägtem Nagebedürfnis, die zum Teil können es scheue Vögel sein, die die Distanz zum Pfleger einhalten, Kontaktruf ein pfeifendes kwink-kwink… kwink-kwink … kwink-kwink das im Flug ausgestoßen wird je nach Art. Der Kragensittich im Englischen „ twenty eight“ (Achtundzwanzig) ist so genannt nach seinem Ruf (wie bei uns der Kuckuck). Sein ruf besteht also aus drei Tonsilben. Haltung nur Paarweise in Aussenvolieren mit Schutzhaus. Da sie Aggressiv gegenüber Artgenossen reagieren sollten als Jungtiere zusammengestellt werden, da Alttiere oft nicht harmonieren. Doppelte Verdrahtung weil es immer wieder bei den Ringsittichen zu Beißereien kommen kann; der Abstand muss so weit sein, dass die Ringsittiche am Gitter hängende Tiere nicht mit dem Schnabel erreichen können. Sitzstangen in verschiedenen Stärken. Sie benagen gerne Weiden- und Obstbaumzweige. Barnardius-Arten kommen gerne auf den Boden und daher sollte man zweimal im Jahr eine Wurmkur durchführen. Da die Vögel gerne Baden sollte eine Badeschale vorhanden sein.
Ernährung
Das Futter meiner Plattschweifsittiche und der Ringsittiche besteht aus einer Abwechslungsreichen Nahrung.
1.Großsittichfuttermischung IG - Plattschweifsittich – Spezialmischung
Glanz-Kanariensaat, gelbe Hirse, geschälte Haferkerne, Hanfsaat, Weise Hirse, Japanhirse, Kardisaat, Silberhirse, Buchweizen, Paddyreis, Negersaat, Milo, Leinsamen, gestreifte Sonnenblumenkerne 3%, Grassaat; Unkrautsämereien Waldvogelfutter und Wildgrassamen, Kolbenhirse, Hafer
Da gekeimte Sämereien wertvoller als trockene sind, sollten sie auch im gequollenen oder gekeimten Zustand angeboten werden. Nach neuesten Erkenntnissen sollte das Quellfutter nicht länger als 6 Stunden im Wasser sein dabei mehrmals gespült werden.
2.Keimfutter
Taubenfutter für kleinere Arten mit verschiedenen Sämereien, Wellensittichkeimfutter, Großsittichkeimfutter, Papageienquellfutter, Katjangbohnen, Sonnenblumenkernen, Hafer und Weizen. Es sollte nur darauf geachtet werden, dass diese Futtermittel während des Quell- und Keimvorgangs nicht säuern und häufig spülen auch auf Schimmelpilze achten.
3.Eifutter
Gut bewährt hat sich ein handelsübliches Aufzucht- bzw. Eifutter der Firmen Beduco N.V. Deli Nature Beyers Belgien BIOVIT für Sittiche und Exoten, Wittemolen feucht gelb für Sittiche und Exoten CEDE für Papageien und Sittiche sowie Orlux für Sittiche und Papageien, dazu gebe ich Hüttenkäse, Zwieback, Hafenflocken, hartgekochtes Ei, geriebne Möhren, ein paar Tropfen Olivenöl alle gemischt mit Matzinger Bio Hundeflockenfutter mit Gemüse,.
Spurenelemente und Vitamine mische ich mit ins Keimfutter oder Eifutter
4.Obst und Gemüse
Verschiedene Obst- und Gemüsesorten, vor allem jedoch Karotten und Äpfel, Vogelmiere, Löwenzahn, Vogelknöterich, verschiedene Gräser im halbreifen zustand sind sehr begehrt; beim Sammeln von Grünfutter sollte darauf geachtet werden, dass es nicht von Plätzen kommt, an denen Insektizide gesprüht wurden oder am Straßenrand; Mangold, Petersilie, Ebereschenbeeren, Hagebuttenbeeren, Hunds-Rose o. Hecken-Rose, Runzel-Rose, Schwarzer Holunder, Sanddorn, Apfelsinen, Bananen, Weintrauben, Birnen, Brennnesselblätter, Rote Beete, Paprika, Gartenkresse, verschiedene Gräser. Bedenken sollte man, dass nur kleine Tagesportionen angeboten werden und Abwechslung auf dem Speiseplan gewährleistet ist, nach dem Motto „Mäßig aber Regelmäßig“. Knospende Zweige von Obstbäumen; man sollte allerdings darauf achten, dass die Bäume nicht mit Insektenvertilgungsmitteln besprüht worden sind; Birken, Buchen, Weiden Kiefernzweige und andere Laubbäume sind besonders begehrt. Sollten den Vögeln regelmäßig zur Verfügung gestellt werden, denn die Rinde und ihr Holz enthalten sehr viele Mineralien. Des weiteren bekommen meine Plattschweifsittiche Grit, Vogelkalk, Mineralstoffe, Jodkalkstein, Taubensteine (Klaus Grit Stein), Sepiagrit und Kieselsteine 1-2 mm (Aquarium - Kies). Kleine Kieselsteine fördern den Verdaungsprozeß sie vermahlen das das Futter im Magen, und verlassen den Körper unverdaut.
Mineralstoffe sind nicht = Vogelsand mit Sepiagrit wurde ich auch nachgefragt, Aminosäuren, Spurenelemente und Vitamine. Bei unter Versorgung können Mängel auftreten.
Zucht
Eine Grundbedingung in der Ringsittichzucht (das gilt auch für andere Sittiche oder Papageien) ist ein harmonierendes Paar. Dieses erzielt man am ehesten wenn man sein Paar als Jungvögel oder mehrere Jungvögel gemeinsam in eine Voliere einsetzt und sich das Paar selbst finden kann. Im Bezug auf die Zucht hat diese Methode den Nachteil, dass sich nicht immer das gewünschte Paar bildet. Bei älteren Vögeln wird es schon etwas schwieriger, da nicht jeder Hahn eine neue Henne akzeptiert. Altvögel lassen sich erfahrungsgemäß leichter mit jungen Tieren verpaaren. Man sollte dabei beachten, dass man das Weibchen zuerst in eine Voliere einsetzt, damit der Hahn in eine neue Umgebung kommt und dadurch die Henne schneller akzeptiert. Bei Problemen sollte man die Vögel voneinander trennen und jedem Tier einen neuen Partner zu weisen. Ringsittiche können im zweiten Jahr zur Brut schreiten, allerdings brüten einige erst im dritten Jahr. Im März wenn uns die ersten warmen Tage beschert werden, beginnen die Ringsittiche mit der Balz. Das Balzverhalten der Ringsittiche (Barnardius-Arten) ähnelt dem der Plattschweifsittiche, ein weiterer Hinweis auf die enge Verwandtschaft der Gattungen Barnardius und Platycercus. Ringsittiche werden im Alter von zwei Jahren Geschlechtsreif.
Der Barnardsittich ist möglichst schon in frühester Jugend zu verpaaren, da er sehr schwer später einen Partner akzeptiert. Gerade erstandene Vögel können ohne viel Risiko zusammen in ihrer neuen Umgebung untergebracht werden. Während der Zucht ist die Einzelpaarhaltung unbedingt erforderlich für alle Ringsittiche gibt. Brutbeginn meist ab März. Gelege 4 bis 6 Eier, Brutdauer 19-20 Tage; Nestlingszeit ca. 5 Wochen. Bei einem Vereinskollegen brüten die Paare 2 Mal im Jahr, pro Brut 5-6 Jungvögel, was eine Ausnahme ist. 2 bis 5 junge in einer Brut ist normal bei Ringsittichen. Die Henne verlässt in den frühen Morgenstunden und am späten Nachmittag das Gelege, um sich vom Hahn füttern zu lassen oder selbst zu fressen. Das Mannchen hält sich während der Brutperiode meistens wachsam in der Nähe des Nistkastens auf. Zwischen dem 7. und 10. Tag, je nach Wachstumsfortschritt, werden die jungen beringt, Ring Größe 6,0 - 6,5 mm. In der Zucht und Haltung ist der Kragensittich der schwierigste Ringsittich wenn das Paar nicht harmoniert wird nichts aus der Zucht. Das Beste ist, sich das Paar aus mehreren Vögeln selbst finden zu lassen. Kragensittiche schreiten oft erst im 3. Jahr zur Brut. Bei der Paarzusammenstellung nie das Männchen zum Weibchen setzen, da das Revierverhalten sehr ausgeprägt ist. Bestenfalls nimmt man eine neue Voliere, in die man erst die Henne und dann den Hahn setzt. Andere sagen die Zucht gelingt regelmäßig ist aber nicht immer leicht. Während der Zucht ist die Einzelpaarhaltung unbedingt erforderlich. Brutbeginn ab März. Gelege 4 bis 6 Eier, Brutdauer 19-20 Tage; Nestlingszeit ca. 5 Wochen. Auch bei den Ringsittichen sind Mutationen aufgetreten.
Es gibt Bestände wo das mit der Aggressivität zutrifft, aber es gibt Vögel die im Verhalten zum Partner / in liebe voll sind Anfeindungen, Verletzungen oder Tötungen nie vorkommen.
In nebeneinander liegenden Volieren können sich die Vögel aneinander gewöhnen. Das Weibchen sollte sich erst an die Umgebung gewöhnt haben, bevor das Männchen einquartiert werden kann. Sie sollten nicht vergessen, dass das aggressive Verhalten dieser Vögel angeboren ist und in der Natur zurückzuführen ist auf den Kampf um beschränkte Nahrungsquellen, passende Partner, Nistplätze und die Verteidigung des Territoriums: alles Voraussetzungen, um als Art zu überleben. Konkurrenzkämpfe um die Weibchen sind aber die wichtigste Ursache des aggressiven Verhaltens.
Die Ringsittiche können ziemlich in der Brutzeit aggressiv werden, manche Hähne treiben ihre Hennen in den Nistkasten sofort zurück und füttern nicht und können in seltenen Fällen selbst ihre Partnerin töten. Solche Hähne sollten nicht zur Zucht angesetzt werden. Leichter gesagt als getan denn man möchte gerne Nachtzucht von ihm haben („Supervogel“) und dass beste was man hat daran paaren. Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Dass ist nicht nur bei Ring- oder Plattschweifsittichen so, sondern auch bei anderen Arten. Diese Erfahrung haben einige Züchter sicher schon auch gemacht.
Ich möchte niemanden Entmutigen die Arten zu züchten, nur darauf hinweisen das es auch solche Fälle gibt. Auf jeden Fall sind das Vögel die einen Begeistern. Was man auch beachten sollte ist das die Vögel gleichzeitig in Brutstimmung kommen. Es gibt Zuchten die im März und andere die im Mai brüten wollen. Daher muss genug Zeit vorhanden sein, damit die zwei sich auf einander einstellen können.
Ein gewissen Trieb muss vorhanden sein sonst wird das mit Zucht nichts. In erster Linie ist das Licht, aber auch die Temperatur, von Einfluss auf das Fortpflanzungsverhalten. Aber auch das Anbringens des Nistkastens und die Futterumstellung auf mehr eiweißhaltige Nahrung haben einen Einfluss auf die Zucht. In der Natur geht eine wichtige Stimmulanz zum Erwachen des Brutinstinktes vom Nahrungsreichtum im Zusammenhang mit den günstigen klimatischen Verhältnissen aus. Aus diesem Grunde ist die Brutperiode in Australien stark von der Regenzeit abhängig. Nach der Regenzeit werden die Eier gelegt um möglichst frische und ausreichende Nahrung für die Aufzucht zu haben.
Australische Sittiche legen im Allgemeinen keinen Wert auf Körperkontakt. Man sieht sie deshalb auch auf der Stange nicht eng aneinander sitzen, sondern stets einigen Abstand halten. Dieses abwehrende Verhalten muss während der Fortpflanzungsperiode überwunden werden, und das Männchen ist gezwungen, sich dem Weibchen zu nähren. Bei dieser Gruppe der Sittiche wird das Problem gelöst durch die Entwicklung einer Balzzeremonie, wobei sich der Hahn vorsichtig der Henne nähert. Durch sein Balzverhalten stimuliert er das Fortpflanzungsverhalten des Weibchens und außerdem ist er so mit seinen eigenen Bewegung beschäftigt, dass er seien größte Angst vor Kontakten verliert. Es gibt auch Paare die zusammen schlafen.
Eine vollständige Auflistung der Arten
Vogelart
Deutscher Name _______ LateinischerName
Gelbbauchsittich (Gmelin 1788) Platycercus caledonicus
Pennantsittich (Gmelin 1788) die Nominatform, große grüne Art Platycercus elegans elegans
Nördlicher Pennantsittich (Ramsay 1888) kleine rote Unterart Platycercus e. nigrescens
North-Pennantsittich (North 1906) schwarz Rücken s. Selten Platycercus e. melanoptera
Adelaidesittich (Gould 1840) dunkle Art orangerot Platycercus adelaide adelaide
Blasser Adelaidesittich (Methews 1912) orangegelb Platycercus a. subadelaidae
Strohsittich (Gould 1837) Platycercus flaveolus
Rosellasittich (Shaw 1792) die Nominatform, grüne Rosella Art Platycercus eximinus eximinus
Prachtrosella (Mathews 1911) Gelbmantelrosella Platycercus e. cecilae
Tasmanischer Rosella ( North 1911) sehr selten Platycercus e. diemenensis
Blauwangensittich / Blauwangenrosella (Latham 1790) Platycercus adscitus adscitus
Blaßkopfsittich / Blaßkopfrosella (Mathews 1911) Platycercus a. palliceps
Brownssittich (Kuhl 1820) Platycercus venustus
Stanleysittich (Kuhl 1820) gelbes Ohr Platycercus icterotis icterotis
Rotrücken-Stanleysittich (Salvadori 1891) gelbe Wange s.selten Platycercus i. xanthogenys
Der nächste Verwandte des Plattschweifsittichs sind die
Ringsittiche Arten ( Barnardius Arten ).
Bauers Ringsittich (Shaw 1805) Barnardius zonarius zonarius
Kragensittich (Quoy und Gaimard 1830) Barnardius z. semitorquatus
Blasser Bauers Ringsittich (North 1893) Barnardius z. occidentalis
Barnardsittich (Vigors und Horsfield 1827) Barnardius barnardi barnardi
Blasser Barnardsittich (Mathews 1912) Barnardius b. whitei
Cloncurrysittich (North 1900) Barnardius b. macgillivrayi
Eine weite Art ist der Rotkappensittich welche nur von einer Gattung besetzt ist.
Rotkappensittich Purpureicephalus spurius (Kuhl 1820)
Engl.: Red-cappened Parrot
Allgemeines beim Rotkappensittich
Diese Gattung besteht aus nur Art, die sich in einer Anzahl von Punkten auffallend von andren australischen Sittichen unterscheidet. Rotkappensittiche gehen seltener auf den Boden als Rosellas.
Es gibt unterschidliche Ansichten zu systematischen Stellung bzw. Klassifikation der Gattung Purpureicephalus (Rotkappensittich) innerhalb der Platycercini.
Die mittelgroßen, bunten Sittiche sind unter anderen durch einen verschmälerten vorderen Hirnschädel, den langen, schmalen Schnabel, die kontrastreiche Gefiederfärbung und eine Reihe von Verhaltensäußerungen charakterisiert. Durch die Schnabelspezialisierung wurde es den Rotkappensittichen möglich, die steinharten Samenkapseln des Marri-Eukalyptus (Eucalyptus calophylla) als Nahrungsquelle zu erschließen. In einer becherförmigen Frucht reifen die Samen. Altvögel fixieren sie dabei mit einem Fuß, der den Stängel so festhält, dass die becherförmige Öffnung nach oben zeigt. Jungvögel entfernen den grünen Fruchtteil und schälen so lange, bis sie an die Samen gelangen. Altvögel stecken nur den langen Oberschnabel in den Becher. Sagt ihnen die Frucht zu, so verschaffen sie sich einen Weg zu den Samen. Dabei wenden sie eine besondere Technik an: Die Samen sind nur durch Öffnen des Kapselrandes erreichbar. Dies bewerkstelligt allein der verlängerte Oberschnabel, der in den Becher gescheckt wird und den Samen herausholt. Auch auf den Boden gefallene Kapsel öffnen die Vögel. Die Samen des Marri sind der Hauptbestandteil ihrer Nahrung. Trotz der hochgradigen Spezialisierung des Schnabels nutzen sie noch verschiedene Samen von Gräsern, Büschen, Blüten, Knospen, Nüsse, wilden Hafer, Insekten und ihre Larven. Daneben fressen die Vögel noch Kulturfrüchte sie plündern die Ernten der Farmer sie richten in Äpfel und Pfirsiche Plantagen schaden an. So können sie Auch in Gegenden ohne Marri-Bestände angetroffen. Das ermöglicht auch eine Haltung in Volieren.
Verbreitung:
Rotkappensittiche kommen nur in Südwest-Australien nördlich bis etwa Yanchep und Gingin vor. Landeinwärts reicht das Verbreitungsgebiet bis zum Great Southern Railway, im Südosten bis nach Esperance.
Habitate:
Verschiedene Habitate mit Baumbestand; reicht von dichten Eukalyptuswäldern bis vereinzelten Baumansammlungen entlang von Straßen, von Wasserläufen oder landwirtschaftlicher Nutzflächen mit vereinzelten Bäumen; Die Vögel in feuchten Teil ihres Verbreitungsgebietes sind auf Marri-Eukalyptus oder gemischte Marri-Jarrah-Wälder (E. calophylla, E. marginata) angewiesen; In den trockeneren Gebieten bewohnen die Rotkappensittiche vor allem die von E. anulata oder anderen Mallee-Eukalypten sowie von Flat-toppel yate (E. occidentalis) dominierten Baumsavannen. Darüber hinaus halten sie auch Parkanlagen, Stadtparks oder Obstplantagen auf; ist auf spezialisiert (Hauptfutterbaum).
Das Gefieder ihre Balzzeremonien haben einen eigenen Charakter.
Charakteristisch für diese monotypischen Gattung sind der sich nach vorn verjüngende Schädel, die schmale hervorstehende Schnabel und eine unverwechselbare Gefiederfärbung. Die Gattung unterscheidet sich auch durch die besondere Verhaltensweise (vor allem bei der Balz) von den übrigen Gattungen der Platycercini.
Es gab daher auch viele Diskussionen über den Platz des Rotkappensittichs innerhalb des Systems. Inzwischen wird allgemein als Schlussfolgerung anerkannt, dass diese Art nicht bei anderen unterzubringen ist und als selbständige Art gesehen werden muss.
Brutverhalten der freilebenden Rotkappensittiche:
Brutsaison von Anfang August bis Dezember; bei Balz Männchen mit aufgestellten Kopffedern, leicht geöffneten Flügeln und gespreizten Schwanzfedern; Schwanz wird leicht angehoben; Balz von rauen rufen begleitet; Nester meist in hohlen Ästen von Eukalyptusbäumen; mit verrotteten Holzstückchen ausgepolstert; Gelegegröße 4 bis 7 Eier; Weibchen brütet allein; Brutdauer 20 Tage; Nestlingszeit 5 Wochen; Junge bleibt nur wenige Wochen bei den Eltern.
Verhalten in Zuchtanlagen: Verhältnismäßig laute Sittiche; vor allem morgens und abends; eingewöhnt harte und ausdauernde Tiere; oft scheu; gegenüber anderen Vögeln unverträglich; baden gern und ausgiebig; starke Nager; regelmäßig frisches und verrottetes Holz anbieten; mitunter plötzliche Todesfälle ohne erkennbare Ursache; regelmäßig Wurmkuren.
Haltung: Paarweise in Außenvoliere anschließendem Schutzhaus; Voliere sollte ruhig liegen, da anfällig gegen Störungen. Rotkappensittiche baden sehr gern und darum sollte eine Schale mit Wasser zur Verfügung stehen.
Ernährung:
Eine der wichtigsten Bedingungen für das Gedeihen der Vögel ist eine sachlich richtige Ernährung und eine Futterzusammensetzung, die den Bedarf an verschiedenen, für die Erhaltung und den Aufbau Organismus notwendigen Nährstoffen enthält. Sämereiengemisch aus Glanz, verschiedenen Hirsesorten, Hafer, Weizen, Sonnenblumenkernen, und wenig Hanf; Waldvogelfutter; Wildgrassamen; Kolbenhirse; verschiedene Obst- und Gemüsesorten, vor allem jedoch Karotten und Apfel; Hagebutten, Vogelbeeren, Grünpflanzen (Vogelmiere, Löwenzahn usw.); regelmäßig Nadelholzzweige und Laubbaumzweige zum benagen; zur Aufzucht ein Insektenweichfutter, Aufzucht / Eifutter und Keimfutter.
Zucht:
Gelingt regelmäßig; Brutbeginn meist ab April; 4-7 Eier; Brutdauer 20 Tage; Nestlingszeit 35 Tage; Jungtiere ab 50 Tagen selbständig; bevorzugt wird Brutstamm mit 22 cm Innendurchmesser und mindestens 70 cm Tiefe; man kann sie auch schräg anbringen; oder auch möglich einen Nistkasten von 20 cm x 20 cm x 70 cm mit einem Einschlupfloch von 7-8 cm Durchmesser; wichtig ist auch eine Nistkastenkontrolle Klappe im unter Bereich. Vom Eingangsloch bis zum 15 cm vom Boden führt eine Leiter aus geschweißtem Drahtgeflecht ohne scharfe Kanten an der Wand angebracht, die das Hinauf- und Herunterklettern des Vogels erleichtert. Wenn ein Paar einen bestimmen hat, sollte man ihm später stets denselben geben. Ist ein Vorteil wenn die Nistkästen Baugleich sind. Die Größe des Eingangsloches sollte gerade so groß sein, dass der Vogel durchschlüpfen kann. Bei zu großen Löchern, fühlen sich viele Hennen im Nest unsicher und wollen ihn nicht benutzen. Geschlechtsreife oft schon im ersten Jahr; sie sollten aber erst im zweiten Jahr angesetzt werden. Während der Brut anfällig gegen Störungen und Nistkastenkontrollen. Das Männchen hält ein umfangreiches Balzritual ab, wobei es seinen Farbenreichtum zur Schau stellt und die roten Kopffedern hochschlägt. Wird sich das Paar einig, so legt die Henne meist ab April 4-7 Eier, die etwa zwanzig Tage vom Weibchen bebrütet werden. Zwischen dem 7. und 10. Tag, je nach Wachstumsfortschritt, werden die jungen beringt, Ring Größe 5,5 mm Da diese Vögel äußert scheu sind, sollte man sehr vorsichtig bei eventuellen Nestkontrollen sein. Der Nistplatz muss in einer ruhigen Umgebung liegen, da sich das Weibchen durch Störungen leicht vom Gelege vertreiben lässt. Sie wird vom Hahn regelmäßig gefüttert. An der Versorgung der Jungen jedoch nimmt er erst nach einigen Wochen teil. Bereits 4 bis 5 Tage nach dem Ausfliegen nehmen die Jungen selbständig Futter auf. Sie baden dann schon. 3 bis 4 Wochen später können sie von den Eltern getrennt werden.
Beschreibung
Männchen und Weibchen lassen sich in der Regel anhand äußerlicher Merkmale unterscheiden, obgleich die Gefiederfärbung individuell variiert. So sind einige Weibchen annähernd so leuchtend gefärbt wie die Männchen. Die Jungvögel tragen zunächst ein auffälliges Jugendgefieder; sehr junge Exemplare besitzen einen matt gelblichen Schnabel.
Adultes Männchen / Hahne: Stirn, Scheitel und Nacken sind dunkelkarmesinrot und bilden von der Oberschnabelbasis durch die Augenregion hindurch bis zum Nacken eine auffällige, spitz auslaufende „Kappe“. Wangenregion leuchtend gelblich grün, zu den Ohrendecken hin grünlich gelb; Hinternacken und Vorderrücken, Schulterfedern, kleine und mittlere Flügeldecken sowie der Rücken sind dunkelgrün gefärbt; Bürzel und Oberschwanzdecken leuchtend grünlich gelb; Handschwingen und Handdecken grauschwarz, auf den Außenfahnen stark violett überlaufen; die äußeren Armschwingen und die äußeren Armdecken sind dunkelgrün gefärbt und auf den Außenfahnen dunkelblau überlaufen; innere Armschwingen und innere Armdecken grün; Kehle grün; Hals bis zum Bauch sowie die obere Flankenregion dunkel purpurblau; untere Flankenregion und Schenkel bis zu den Unterschwanzdecken rot, unterbrochen von einigen leuchtend gelblichen grünen Bereichen; Unterflügeldecken dunkelblau; kein Unterflügelstreifen; innere Steuerfedern oberseits dunkelgrün, zur Spitze hin zunächst blau, dann blauschwarz gefärbt; äußere Steuerfedern blau mit breiter weißer Säumung und Spitze; Schwanzunterseite dunkelgrau, die äußeren Steuerfedern sind weiß gesäumt; Schnabel bläulich grau bis gräulich weiß, Oberschnabel mit schwarzer Spitze; Iris dunkelbraun; Läufe gräulich braun; Größe 370mm; Körpermasse 105-156 g.
Adultes Weibchen / Hennen: Matter als das Männchen; mit einer grünen Linie über dem Auge; bei einigen Vögeln ist die Rote Kappe von mehreren dunkelroten Federn durchsetzt; Wangen und Ohrendecken matter; weniger gelblich; Hals und Brust matt gräulich-mauvefarben, zum Bauch hin blauviolett; untere Flankenregion, Schenkel, und Unterschwanzdecken gelblich grün; das Rot beschränkt sich auf die Federbasen, dadurch erscheint diese Gefiederpartie deutlich weniger rötlich als bei den Männchen; der Unterflügelstreifen ist gewöhnlich vorhanden, wird aber offensichtlich mit zunehmendem Alter der Vögel undeutlich, bis er völlig verschwunden ist. 98-135 g
Juvenile / Jungvögel: Scheitel und Nacken sind wie Rücken und Schwingen matt dunkelgrün gefärbt; das Blau auf den Flügeln und dem Schwanz ist ebenso wie das Gelbgrün auf den Wangen und Ohrdecken sowohl in der Intensität als auch in der Ausdehnung stark reduziert; Hals und Kehle mattgrün; Brust und Bauch matt zinnoberbraun, auf dem Bauch blauviolett überlaufen; untere Flankenregion, Schenkel und Unterschwanzdecken gelblich grün mit verstreut liegendem mattroten Gefiederbereichen; insgesamt ist der Rotanteil geringer als bei den Weibchen; der Unterflügelstreifen ist stets vorhanden, bei den Weibchen ist er etwas markanter; Schnabel Hornfarbig, Unterschnabelbasis mattgelb. Die ersten roten Kopffedern junger Männchen kommen zwischen 5. und 6. Lebensmonat. In das Alterskleid wird zwischen dem 14. und 16. Lebensmonat gemausert und in Erwachsnen Gefieder umgefärbt.
Fachberichte von Siegfried Wiek, über Prachrosella, Pennantsittich, Adelaidesittich usw.
Verwendete Literatur: ROBILLER „Papageien“ Band 1-3 – Verlag Ulmer
Kremer Herman Australische Sittiche und Ihre Mutationen – Verlag Zandbergen Niederlande
FORSHAW, J.M. „Australische Papageien“ Band 2– Verlag Arndt
Siegfried Wiek, AZ-Nr. 24174, DKB-Nr. 23099038
IG-Sprecher der AZ-AGZ-IG Plattschweifsittiche
Platycercus- und Barnardius-Arten
E-Mail: siegfriedwiek@az-agz-igplattschweifsittiche.de
http://www.az-agz-igplattschweifsittiche.de/