Schreibweise der Gensymbole und der Farbkombinatinen
1. Gensymbole:
Rezessiv vererbenden Mutationen erhalten ein kleingeschriebenes Kürzel.
Beispiel: Blau
Gensymbol: bl
Dominant vererbende Mutationen erhalten ein großgeschriebenes Kürzel.
Beispiel: Dunkelfaktor
Gensymbol: D
Wildfarbige (nicht mutierte) Gene werden durch ein hochgestelltes + hinter dem Gensymbol gekennzeichnet:
Beispiel:
Gensymbol: bl +
Gekoppelte Gene die auf dem gleichen Chromosom liegen werden mit einem tiefen Strich verbunden.
Beispiel: Zimt-Ino
Gensymbol: cin_ino
Aleele eines Genortes werden durch ein zusätzliches hochgestelltes Symbol gekennzeichnet, wenn das Gen mutiert ist.
Beispiel: Türkis
Gensymbol: bl tq
2. Kombinationsbezeichnungen:
Die Zusätze EF und DF werden bei dominant vererbenden Mutationen vor die Bezeichnug gesetzt, um Ein- und Doppelfartorigkeit zu unterscheiden.
Beispiel:
DF Violett
Wenn von einer Art beide Ino-Mutationen bekannt sind werden sie mit NSL Ino für die frei rezessiv vererbende Form, und SL Ino für die geschlechtsgebunden rezessive Form bezeichnet. Bei geschlechtsgebunden dominanten Mutationen wird SL EF und SL DF gebraucht.
Kombinationen setzen sich aus den Primärmutationen zusammen. Es werden keine Fantasie Bezeichnungen gebraucht.
Beispiel:
Zimt Blau
Kombinationen, bei deren Entstehung ein „Crossing-Over“ stattgefunden haben muß setzen sich aus den Primärmutationsbezeichnungen zusammen, die durch einen Bindstrich verbunden werden.
Beispiel:
Opalin-Ino
Kombinationen, die auf multiple Aleele zurückzuführen sind werden ohne Leerzeichen, dicht zusammen geschrieben.
Beispiel:
PallidIno
Dunkelfaktoren werden durch D (Dunkel, für einen Dunkelfaktor) oder D D (Doppel Dunkel, für zwei Dunkelfaktoren) kenntlich gemacht.
Beispiel:
D D Grün (Oliv) oder D D Blau (Mauve)
3. Reihenfolge:
Bei Kombinationen werden die qualitativen Psittacin-Mutationen immer zuerst genannt.
Orangemaske, Palehead
Die geschlechtsgebunden dominant und rezessiv vererbenden Mutationen werden danach genannt. Die Bezeichnung „Opalin“ steht dabei immer zuerst. Die weiteren geschlechtsgebunden rezessiv vererbenden Mutationen folgen entsprechend der Quantität der Melaninreduktion in folgender Reihenfolge:
Opalin, Grauflügel, Zimt, Pallid, Ino.
Danach folgen die Melaninmutationen entsprechend der Quantität der Melaninreduktion in folgender Reihenfolge:
Faded, Gesäumt, Dilute, Pale Falbe, Bronze Falbe, Pastell, Dark Eye Clear, NSL Ino, rez. Schecke,
Die Federstruktur- und Zeichnungs - Mutationen schließen sich in folgender Reihenfolge an:
Dom. Schecke, Dom. Gesäumt, Misty, Slaty, Violett, Dunkelfaktor, dom. Grau, rez. Grau, Melanistisch
Zum Schluß werden die Quantitativen Psittacin-Mutationen in folgender Reihenfolge genannt:
Grün, Aqua, Türkis, Blau
Peter Frenger
Koordinator AZ-AGZ- Farben/Genetik
E-Mail: frengerpeter@aol.com
Tel.: 0049 2463-8854